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10:51 23 Oktober 2019
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    Das Präparat Mildronat mit dem Wirkstoff Meldonium

    Meldonium-Hersteller strebt Streichung von WADA-Dopingliste an

    © Sputnik / Pavel Lisitsyn
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    Der lettische Pharma-Firma Grindeks, die Meldonium herstellt, will nach eigenen Angaben die Entfernung des Präparats von der Liste der verbotenen Substanzen der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) ab 1. Januar 2017 erreichen.

    Meldonium wurde 1975 in Lettland synthetisiert. In den Ländern Osteuropas wird das Herzmittel unter dem Handelsnamen Mildronat in Form von Kapseln und Ampullen verkauft. Meldonium steht seit 1. Januar 2016 auf der WADA-Dopingliste. Es gehört zu den verbotenen Substanzen sowohl während der Wettbewerbsperiode als auch außerhalb und gehört zur Klasse „Hormone und Stoffwechsel-Modulatoren“. Nach neuesten Angaben wurden mehr als 200 Sportler mit positiven Meldonium-Proben auffällig.

    „Sehr lange Zeit haben wir die WADA überzeugt, dass Meldonium nicht auf die Doping-Liste gesetzt werden darf. Die Berichte über das Verbot des Mittels haben uns sehr frustriert und überrascht. Bislang haben wir keine einzige wissenschaftliche Antwort bekommen“, sagte der Vorstandschef der lettischen Pharmaherstellers Grindeks, Juris Bundulis. „Dieses Mittel ist kein Doping. Wir haben die Entscheidung getroffen, mit der einen offenen Dialog WADA zu führen. Wir werden uns bemühen, dass Meldonium ab 1. Januar nicht mehr auf der Dopingliste steht.“

    Mildronat sei nie als Doping genutzt worden, so Bundulis weiter. „Wir, die Hersteller von hochqualitativen Mitteln, sind der Beweis für seine Qualität und Unschädlichkeit, was mehrere Länder bestätigten. Mildronat rettete viele Leben, wir sind davon überzeugt, dass seine Anwendung in mehreren Fällen das Leben von Sportlern rettete.“

    Die WADA hatte am 13. April die Ergebnisse einer Zwischenuntersuchung veröffentlicht, laut der ein Anteil von weniger als ein Mikrogramm Meldonium pro Milliliter in einer Dopingprobe, die vor dem 1. März 2016 genommen wurde, zulässig ist. Zudem wurde erklärt, dass ein Beschluss über die zeitweise Disqualifikation von Sportlern bzw. eine Aufhebung vom internationalen Verband getroffen wird, falls die Konzentration in einer Dopingprobe vor dem 1. März zwischen 1 bis 15 mcg bzw. weniger als 1 mcg in einer Dopingprobe nach dem 1. März ausmacht.

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    Meldonium, Grindeks, Welt-Antidoping-Agentur (WADA), Juris Bundulis