16:54 19 Februar 2018
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    Conor McGregor

    Doch keine Kämpfer-Rente: Russland-Fan McGregor bleibt im Ring

    © AP Photo/ John Locher
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    Mit einem emotionalen Statement bei Facebook und den Worten „Ich bin nicht im Ruhestand“, zerschlug der UFC-Star Conor McGregor alle Gerüchte über sein baldiges Ausscheiden.

    Der irische Mixed-Martial-Arts-Kämpfer Conor McGregor, Champion der Ultimate Fighting Championship (UFC) im Federgewicht, hatte sich Anfang März öffentlich zu seiner Liebe zu den Russen und ihrem Präsidenten Wladimir Putin bekannt: „Ich liebe Putin, er ist ein ‚cooler Mann‘", sagte McGregor gegenüber Match-TV.

    Die Russen seien wie aus Stahl gebaut – eine unbeugsame Menschenart, betonte er und fügte hinzu, dass sich weder der russische Staatschef, noch der Rest der Russen jemals von jemandem veräppeln ließen.

    Vor einigen Tagen hatte McGregor seine Fans nun mit einem Tweet erschreckt, in dem er seine Karriereende ankündigte: „Ich habe mich entschieden, meine Karriere zu beenden, solange ich noch jung bin. Danke für alles! Bis bald.“

    ​Kurz danach teilte die UFC mit, dass McGregor beim nächsten Groß-Event, dem UFC 200 am 9. Juli, nicht antreten und vom Revanche-Kampf gegen Nate Diaz abgezogen werde. Die Niederlage gegen Diaz im März war die erste in seiner UFC-Laufbahn überhaupt, viele mutmaßten, dass dies wohl auch zum Beweggrund für seinen abgekündigten Rücktritt wurde.

    Den Abzug des MMA-Kämpfers hatte der UFC-Präsident Dana White seinerseits damit begründet, dass sich McGregor geweigert habe, den Jubiläums-PPV zu bewerben und bei PR-Aktionen in Las Vegas abwesend war.

    „Ich versuche nur, meinen Job zu machen und zu kämpfen. Ich werde fürs Kämpfen bezahlt, nicht für die Werbung“, schrieb der Ire in seinem Facebook-Account. Er habe sich in einem „Spiel der Promotion“, 50 Welttourneen, 200 Pressekonferenzen, einer Million Interviews und zwei Millionen Fototerminen, verirrt und die Kunst des Kämpfens vergessen. Es sei aber nun die Zeit gekommen, zum Leben zurückzukehren.

    Dies schien das Ende der erfolgreichen Karriere des irischen Federgewicht-Championss im MMA-Sport zu sein, nach welcher er wohl nur in die Wrestling-Liga WWE (World Wrestling Entertainment) wechseln könnte. Zudem machte ihm auch seine irische Landsmännin und Star-Wrestlerin Becky Lynch das Angebot, sein Glück im Wrestling zu versuchen. „Komm, folge mir, Bruder", schrieb Lynch im Twitter.

    Nun gibt es wohl doch einen Hoffnungsschimmer, dass McGregor dem Kampfsport treu bleiben könnte:

    Er müsse sich auf sich selbst konzentrieren, werde sich deshalb zur „Isolation“ in Portugal und Island befinden, um sich auf den Kampf gegen Nate Diaz vorzubereiten.

    „Ich muss mich jetzt isolieren. Ich stehe einem größeren, schwereren Mann gegenüber. Ich muss mich dieses Mal richtig vorbereiten. Ich kann dieses Mal nicht für euch tanzen. Es ist an der Zeit, dass die anderen Affen für euch tanzen,“ betonte er in seinem Facebook-Post.

    Er glaube, dass er mit den 400 Millionen Dollar, die er für diese Firma innerhalb von acht Monaten in drei Events einkassiert habe, etwas Spielraum verdient habe.

    Aber: „Ich bin nicht im Ruhestand“, so der Kämpfer.

     

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    Tags:
    MMA, Mixed Martial Art, Ultimate Fighting Championship (UFC), Nate Diaz, Dana White, Wladimir Putin, Conor McGregor, Russland, Irland
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