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23:47 16 Oktober 2019
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    FBI prüft: Waren US-Banken in russisches „Doping-Programm“ verwickelt?

    © AFP 2019 / Timothy A. Clary
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    Das FBI untersucht eine eventuelle Verwicklung amerikanischer Banken in das angebliche „Doping-Programm“ Russlands, wie der TV-Sender CBS meldet.

    Die amerikanischen Ermittlungsbeamten sollen laut CBS nun auch nach Personen fahnden, die auf illegale Weise einen Vorteil aus diesem Schema hätten ziehen können – egal ob Sportler, Trainer, Mitarbeiter der Anti-Doping-Dienste oder Amtspersonen.

    „Die Ermittlungsbeamten prüfen ebenso, ob es im gegebenen Fall um Geldwäsche, rechtswidrige Aneignung, Betrug oder geheime Absprachen geht“, heißt es ferner.

    Der neue Doping-Skandal sei nach einem Interview vom Ex-Chef des Moskauer Anti-Doping-Labors, Grigori Rodtschenkow, entbrannt, in dem er behauptete, mindestens 15 Medaillengewinner der Winterolympiade in Sotschi wären Teil eines russischen „Doping-Programmes“ gewesen. Er räumte gar eine eigene Beteiligung an dem angeblich „systematischen Doping-Programm“ ein.

    Der IOC-Präsident Thomas Bach schließt daraufhin nicht mehr aus, im Fall einer Bestätigung der gegen Russland vorgebrachten Beschuldigungen gar die gesamte russische Olympiaauswahl von der Sommerolympiade 2016 in Rio de Janeiro auszuschließen. Der russische Sportminister Vitali Mutko sowie aus dem Olympischen Komitee Russlands habe man den IOC-Mitgliedern bei ihren Ermittlungen die volle Unterstützung zugesagt, heißt es weiter.

    Laut dem CBS-Beitrag soll nun auch das US-Justizministerium eine Überprüfung der Doping-Vorwürfe gegen Russland eingeleitet haben. Wie die The New York Times schreibt, könnten die US-Behörden die russischen Beamten des Betrugs bezichtigen. Dem IOC-Präsidenten zufolge liegen dem Komitee bislang keine Angaben zu Aktivitäten der amerikanischen Seite vorliegen.

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    FBI, Grigori Rodtschenkow, Vitali Mutko, Thomas Bach, USA, Russland