22:19 28 Oktober 2020
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    Euro-2016 in Frankreich (135)
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    Russische Fußball-Fans, die sich gerade in Frankreich befinden und abgeschoben werden sollen, müssen sich den Forderungen der örtlichen Behörden fügen, sagte der russische Sportminister Vitali Mutko am Dienstag im Gespräch mit der Agentur R-Sport.

    „Die französischen Behörden haben ihre eigenen Forderungen, man muss den Forderungen der Behörden nachkommen, dann ist alles in Ordnung“, so Mutko.

    Russische Fußball-Fans
    © AP Photo / Thanassis Stavrakis
    Wie der Minister weiter erläuterte, sind nach den Zusammenstößen beim Spiel zwischen Russland und England am Samstag in Marseille mehrere russische Fans als Anstifter der Krawalle identifiziert worden. Daraufhin wurde deren Abschiebung beschlossen, doch sie steigen nicht aus dem Bus und wollen die Forderungen der Behörden nicht erfüllen, betonte Mutko.

    „Der [russische – Anm. d. Red.] Konsul fährt gerade hin, er sollte rechtzeitig ankommen. Sobald der Konsul eingetroffen ist, wird er helfen, sie [die Fans – Anm. d. Red.] aus dem Bus hinauszubringen“, so der Sportminister. Es werde gerade daran gearbeitet.

    Zuvor hatte der Chef des russischen Fanverbandes, Alexander Schprygin, mitgeteilt, ein Bus mit russischen Fans sei auf dem Weg nach Lille von französischen Spezialeinheiten angehalten und durchsucht worden. Die Polizei hat laut Schprygin Beschlüsse zur Abschiebung von 29 Personen.

    Schprygin bezeichnete das Vorgehen der Sicherheitskräfte im Gespräch mit RIA Novosti als eine „Show“. Die Polizei habe die Situation am 11. Juni nicht gut genug kontrolliert, jetzt versuche sie, „zivile Bürger“ zum Sündenbock zu machen. „Wir werden uns nicht fügen, wir warten auf den Konsul“, so Schprygin weiter.

    Nach dem Spiel zwischen Russland und England (1:1) am Samstag kam es zu Zusammenstößen zwischen russischen und englischen Fans. 30 russische Fans waren in den englischen Fanbereich eingedrungen. Sie schlugen auf mehrere Briten ein und bewarfen die „feindlichen“ Fans mit Gegenständen. Die Schlägerei dauerte so lange, bis die Ordner eingriffen.

    Nach den Krawallen in Marseille hat das UEFA-Exekutivkomitee die Fußballverbände Russlands und Englands verwarnt. Sollten sich ähnliche Zwischenfälle wiederholen, sei mit dem Turnierausschluss zu rechnen.

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    Euro-2016, Vitali Mutko, Frankreich, Russland