22:49 20 April 2019
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    Russische Fußball-Fans in MarseilleRussische Fußball-Fans in Marseille

    Ausführlichste Übersicht des Internets über Russlands Hooligan-Clubs - Foto und Video

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    Euro-2016 in Frankreich (135)
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    Das passive Verhalten der Ordnungshüter ist für die Fußball-Fans in Marseille die größte Überraschung gewesen. Sputnik zeigt, wer an den Ausschreitungen vom Samstag in Frankreich teilgenommen hat.

    Nach inoffiziellen Angaben sind in Marseille nahezu alle russischen Hooligan-Clubs dabei gewesen – einige mit zehn bis zwanzig, andere mit nur fünf Fans. Eine anonyme Quelle bestätigte Sputnik, dass einige von ihnen bereits wieder auf russischem Boden sind. Nachfolgend eine Übersicht.

     

    Spartak Moskau. Die Rot-Weißen – КБ

    Spartak Moskau
    © Sputnik / Ramil Sitdickov
    Spartak Moskau

    1. Union – Ю

    Die größte Vereinigung der Spartak-Fans. Gegründet 2000. Der harte Kern besteht aus 200 bis 300 Menschen. Unions größte Schlägerei war der Zusammenstoß mit Jaroslawka – der Fanbewegung des Moskauer ZSKA – in 2001.

    Ihre berühmteste Aktion war jedoch der Kampf in einer der Petersburger Sackgassen in 2007, wo die Rot-Weißen den Fans des Petersburger Zenit über drei Minuten lang erbittertsten Widerstand leisteten.

    2. Schkola (Schule)

    Gegründet 2005. Aktive Truppe: 50 bis 100 Mitzglieder. Die Hooligans bezeichnen ihre Gruppe als einen Zusammenschluss von Gleichgesinnten. Ursprünglich entstand sie um einen Freundeskreis herum. Die Vereinigung wuchs – mit Siegen und Niederlagen. Heute ist der Hooligan-Club einer der aktivsten im Spartak-Umfeld.

    3. Wild Boars (Die Wildschweine)

    Gegründet 1998. Aktive Truppe: 30 bis 60 Mitglieder. Informationen sind nur spärlich verfügbar. Mehrmals mussten Informationen auf Drängen der Vereinigung von Internetportalen zur Hooligan-Thematik gelöscht werden. Zu ihrem 15-jährigen Jubiläum erschien eine Doku, in der die aktiven Mitglieder und die Veteranen die Entstehungsgeschichte der Vereinigung erzählen.

    4. Gladiators Firm 96 (Gladiatoren-Verein)

    Eine der ältesten Vereinigungen. Gegründet 1996. Aktive Truppe: rund 50 Mitglieder. Pflegen eine historische Freundschaft mit dem FC Orjol. Traten in Marseille gemeinsam mit Orjol auf.

    Video zum 18-jährigen Bestehen Fans des Moskauer FC Spartak mit Trophäen.

     

    ZSKA Moskau. Die Rot-Blauen.

    ZSKA Moskau
    © Sputnik / Evgeniy Odinokov
    ZSKA Moskau

    1. Jaroslawka – Я

    Die größte Vereinigung der ZSKA-Fans. Gegründet 1996. Harter Kern der Truppe: 150 bis 200 Mitglieder. Genießt den traurigen Ruhm eines der gefährlichsten russischen Hooligan-Clubs. Die dreisteste Aktion der Jaroslawka ereignete sich wenige Jahre nach ihrer Gründung. Die Hooligans holten ein dutzend Spartak-Fans „von der Arbeit“ ab. Der Überraschungseffekt und die zahlenmäßige Überlegenheit führte zum Erfolg. Klarer Sieg für die Jaroslawka. Die Flint´s crew der Spartak-Leute existiert inzwischen nicht mehr.

    2. Einfach Jugend oder schlicht Jugend

    Der zweitstärkste Hooligan-Club des ZSKA. Der genaue Zeitpunkt der Gründung ist nicht bekannt. Die Veteranen sprechen von Ende 2001. Die Mitgliederzahl hält die Vereinigung geheim. Dies soll eine Überraschung für die Gegner werden, wie die Jugend sagt.

    3. Galant Steeds (Galante Rösser)

    Die ZSKA-Fans aus den Moskauer Stadtteilen Kunzewo und Beskudnikowo haben im Jahr 2000 ihre Vereinigung gegründet, um den Spartak-Fans aus den benachbarten Stadtteilen Widerstand zu leisten. Von einer Kiez-Truppe haben sie sich in eine der aktivsten Moskauer Gruppierungen verwandelt.

    4. Shady Horse (Das Schattenross)

    Hier treffen die Hooligans von Shady Horse auf die Petersburger Gruppierung Music Hall.

     

    Zenit Sankt Petersburg. Die Dunkelblau-Weiß-Blauen – СБГ

    Zenit Sankt Petersburg
    © Sputnik / Roman Yandolin
    Zenit Sankt Petersburg

    1. Music Hall

    Die wichtigste Fan-Vereinigung des Petersburger Zenit. Gegründet 2004. Harter Kern der Truppe: 150 bis 200 Mitglieder. Entstanden aus zahlreichen Splittergruppen der Petersburger Fußball-Fans. In 2009 triumphierten die Musiker über die Moskauer Dynamo-Hooligans.

    Momentan ist der Club wegen des ungeklärten Verhältnisses zu den Securities in den Petersburger Stadien gespalten.

    2. Wesselye rebjata (Die lustigen Jungs)

    Gegründet etwa 2011 von ehemaligen Mitgliedern des Bad Company-Clubs. Einer der Anführer sagt zu der Namensgebung: „Über den Namen haben wir lange nachgedacht. Wir hatten auch absurde Ideen, die ich gar nicht erst nennen will. Letztendlich haben wir uns für diesen Namen entschieden.“ Jährlich organisieren die lustigen Jungs ein Kampfsportturnier unter den Zenit-Fans.

    Lustige Jungs in Marseille.

    Zudem waren in Marseille:

    Die Funny Friends der Moskauer Lokomotive.

    Die Sturdy Fighters aus Wladimir.

    Russischsprachige Fans aus dem lettischen Ventspils, die traditionell zu allen Spielen der russischen Nationalelf kommen.

    Hooligans des Moskauer FC Torpedo.

    Die Steel Monsters des FC Ural aus Jekaterinburg.

    Hooligans aus Samara.

    Einfach nur klasse Fotos von Marseille.

     

     

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