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    Olympia Rio-2016 (173)
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    IOC zieht die Beteiligung der russischen Athleten an den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro nur unter ihrer Landesflagge in Erwägung, nicht unter der Flagge des Nationalen Olympischen Komitees oder einer neutraler Flagge, wie IOC-Präsident Thomas Bach am Dienstag bei einer Pressekonferenz in Lausanne mitteilte.

    Wenn russische Athleten sich für die Spiele qualifizieren, vertreten sie nur das Olympische Komitee Russlands und können unter Landesflagge antreten. Das russische Olympische Komitee ist nicht von den Spielen ausgeschlossen. Ausgeschlossen von der IAAF ist nur die russische Leichtathletik-Föderation ARAF.

    Der Rat des Internationalen Leichtathletik-Verbandes IAAF hatte am Freitag die Disqualifikation der Gesamtrussischen Leichtathletik-Föderation (ARAF) bekräftigt. Das russische Leichtathletik-Team wird demnach von internationalen Wettkämpfen ausgeschlossen.

    Im November 2015 hatte die Kommission der Welt-Antidopingagentur WADA Russland auf einer Pressekonferenz in Genf zahlreiche Verstöße gegen die Anti-Doping-Regeln vorgeworfen und dem Leichtathletikverband IAAF ein Startverbot für alle russischen Leichtathleten empfohlen.

    Grund für den Skandal sind nach WADA-Darstellung Manipulationen von Sportlerproben durch die russische Anti-Doping-Agentur RUSADA. Das soll unter der Aufsicht des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB erfolgt sein. Wenige Tage vor der WADA-Prüfung hatte Georgi Rodtschenkow, damals Mitarbeiter des russischen Doping-Kontrollbüros, 1.417 Proben russischer Sportler vernichtet. Allerdings wohl kaum, um den Ruf seines Landes, sondern allein um seine eigene Haut zu retten und seine eigene Verwicklung in die Doping-Affäre zu vertuschen.

    Nach der Veröffentlichung des WADA-Berichtes verließ Rodtschenkow seinen Posten, Anfang 2016 reiste er in die USA aus.

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    IOC, IAAF, Thomas Bach, Rio de Janeiro, Russland