17:52 20 November 2019
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    Russlands Sportminister: „Ich war besserer Meinung über den IAAF-Chef“

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    Der IAAF-Chef, der britische zweifache Olympiasieger Sebastian Coe, hat laut Russlands Sportminister Vitali Mutko dem gestiegenen politischen Druck bei der Entscheidung über die Olympia-Sperre russischer Leichtathleten nicht standgehalten.

    Das Startverbot für die Russen bezeichnete Mutko als Politik. Er selbst sei aber „besserer Meinung über Coe“ gewesen.

    „Aus Coes Sicht kann sich nichts mehr ändern“, sagte Mutko gegenüber der Agentur R-Sport. „Nehmen Sie den Artikel in der ‚New York Times‘ vom 16. Juni – man hat ihn orientiert. Dort stand Derartiges über ihn, dass Ethik-Organe, hätte es einen einfachen Menschen betroffen, eine Untersuchung eingeleitet hätten. Man hatte ihm einen Korridor vorgegeben, in dem es zu bleiben galt. Und am Schluss hieß es, man werde dies oder jenes anwenden, sollte er die Russen nicht bestrafen. Er hat sie bestraft, jetzt haben sie aufgehört. Das ist Politik. (…) Ich war trotzdem besserer Meinung über ihn. Ich dachte, als Olympiasieger wird er diesem Druck standhalten und einen eigenen Kurs steuern.“

    „Ja, wir sind bereit, unseren (Leichtathletik-) Verband noch drei Jahre lang zu kontrollieren, aber was haben die Sportler damit zu tun?“, betonte der Minister.

    Am Sontag war bekannt geworden, dass der Leichtathletik-Weltverband IAAF bis auf eine Ausnahme alle Anträge russischer Leichtathleten, in denen diese bestätigen, in keiner Weise gegen die Anti-Doping-Regeln verstoßen zu haben, auf ein Startrecht bei den Olympischen Spielen in Rio abgelehnt hat. Nur Weitspringerin Darja Klischina hat die Starterlaubnis erhalten.

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    Leichtathletik, Doping, Olympische Spiele in Rio de Janeiro, IAAF, Vitali Mutko, Sebastian Coe