16:06 29 Oktober 2020
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    Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat am Sonntag beschlossen, der 800 Meter-Läuferin Julia Stepanowa, die die Enthüllungen über Doping in Russland ins Rollen gebracht hatte, die Teilnahme an den Olympischen Spielen in Rio zu verbieten.

    Seine Entscheidung begründete das IOC damit, dass Stepanowa bereits zuvor wegen Doping disqualifiziert gewesen war. Zugleich dankte das IOC der Whistleblowerin für ihre Enthüllungen im Kampf gegen Doping.

    Das IOC hat am Sonntag beschlossen, keinen Komplettausschluss gegen die russischen Athleten bei den Spielen in Rio zu verhängen. Über das Startrecht einzelner Athleten sollen ihre jeweiligen Weltverbände entscheiden. Sportler, die bereits früher wegen Doping gesperrt gewesen waren, werden in Rio aber nicht starten dürfen.

    Zuvor hatten die Ermittler der Welt-Anti-Doping-Agentur Wada das russische Sportministerium, die Anti-Doping-Labors in Moskau und Sotschi sowie den Inlandsgeheimdienst FSB beschuldigt, in ein staatlich gesteuertes Dopingprogramm russischer Athleten involviert zu sein. Die staatlichen Stellen sollen mit Proben manipuliert haben, um gedopte russische Athleten zu schützen, heißt es in dem WADA-Bericht, der in dieser Woche veröffentlicht wurde.

    Am Donnerstag entschied der internationale Sportgerichtshof CAS, alle 68 russischen Leichtathleten von den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro auszusperren.

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    Tags:
    Doping, IOC, Julia Stepanowa, Russland