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23:16 17 August 2019
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    Russische Flagge über olympischen Ringen

    Olympia in Rio: Fünf internationale Sportverbände geben Russland grünes Licht

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    Laut dem Präsidenten des russischen Fechterverbandes, Alexander Michailow, wird die russische Nationalmannschaft in dieser Sportart an den bevorstehenden Olympischen Spielen in Rio de Janeiro teilnehmen. Die entsprechende Entscheidung sei „bereits getroffen.

    "Das ist definitiv. Wir haben keine Fechter, die in dieser Zeit disqualifiziert oder irgendwelchen Anti-Doping-Verfahren unterzogen worden wären. In dieser Situation wurde ein Medaillen-Plan zwar nicht behandelt, aber ich kann sagen, dass es Medaillen geben wird“, zitiert die russische Sportnachrichtenagentur R-Sport Michailow.

    Der Leiter des Internationalen Verbandes für modernen Fünfkampf (UIPM), Klaus Schormann, sagte seinerseits, dass sein Verband der russischen Mannschaft nichts vorzuwerfen habe. „Schormann versicherte, er würde alles tun, damit wir alle Formalitäten erledigen“, erläuterte der Präsident des russischen Verbandes dieser Sportart, Wjatscheslaw Aminow.

    Der Präsident des Internationalen Reitsportverbandes, Ingmar De Vos, sieht nach seinen Worten keinen Grund für die Suspendierung der russischen Sportler von den Olympischen Spielen-2016. Im Moment gebe es keine Hinweise auf eine Verletzung von Anti-Doping-Regeln durch die russische Mannschaft im Reitsport, betonte er.

    Der PR-Sprecher des russischen Segelsportverbandes, Alexej Schirow, sagte, der internationale Verband habe nichts gegen das russische Team einzuwenden. „Unsere Mannschaft befindet sich schon in Brasilien und ist einsatzbereit“, so Schirow.

    Auch der Internationale Bogenschießen-Verband hat die Russen zu den Spielen in Rio zugelassen. „Ich habe bereits mit dem internationalen Verband kontaktiert, und man teilte mir mit, dass es keine Probleme gebe. Unsere Frauen fahren zu Olympia“, erklärte der Präsident des russischen Verbandes und Cheftrainer der Nationalmannschaft, Wladimir Jeschejew. Nach seinen Worten gehören die Weltmeisterinnen Xenia Perowa, Tujana Daschidorschijewa und Inna Stepanowa dem Team an. Die Männer konnten sich für die Spiele in Rio nicht qualifizieren.

    Am 24. Juli hat das Internationale Olympische Komitee (IOC) trotz gegenteiliger Erwartung auf die Disqualifizierung der ganzen russischen Olympiamannschaft für die Spiele in Brasilien verzichtet. Die endgültige Entscheidung wurde den internationalen Verbänden in den jeweiligen Sportarten überlassen.

    Die Internationale Anti-Doping-Agentur (WADA) zeigte sich über den IOC-Beschluss enttäuscht. „Eine solche Vorgehensweise wird unvermeidlich zu neuen Herausforderungen führen und den Schutz von ‚sauberen‘ Sportlern beeinträchtigen“, sagte der WADA-Generaldirektor Olivier Niggli.

    Der Sprecher des russischen Präsidenten, Dmitri Peskow, erinnerte in seinem Kommentar zu dieser Einstellung der WADA an Präsident Putins Worte, die russische Seite wäre zu einem umfassenden Zusammenwirken „mit allen Strukturen“ bereit, „um alle nötigen Ermittlungen durchzuführen und die Fragen zu beantworten, die diese Organisationen haben.“

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    Olympische Spiele, Sportler, Doping, Welt-Antidoping-Agentur (WADA), Internationales Olympisches Komitee (IOC), Wladimir Putin, Rio de Janeiro, Brasilien, Russland