08:43 10 Dezember 2019
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    Westliche Medien wollten IOC zu Olympia-Sperre für Russland bewegen – Journalistin

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    Westliche Medien haben alles nur Mögliche unternommen, damit das Internationale Olympische Komitee (IOC) die gesamte russische Olympia-Crew von der Teilnahme an den Sommerspielen 2016 in Rio ausschließt, schreibt die irische Journalistin Danielle Ryan in einem Artikel für RT.

    So habe zum Beispiel die britische „The Times“ in einem Brief an das IOC verlangt, die gesamte Auswahl Russlands von Olympia auszuschließen. „Jetzt ist nicht die Zeit für halbe Maßnahmen“, habe sie fordernd geschrieben.

    Der Brief sei mit der Unterschrift des führenden Sportkorrespondenten des Blattes veröffentlicht worden. Das wäre etwa so, als würde ein Korrespondent der Rubrik „Internationale Politik“ in einem Brief an die Uno wegen irgendwelcher nicht bewiesener Vergehen von einzelnen Bürgern eines anderen Landes Sanktionen gegen den betreffenden Staat verlangen, merkt Ryan an.

    Die „Bild“-Zeitung habe sogar verkündet, sollten die russischen Sportler zur Olympiade fahren dürfen, so würde sie all ihre Leistungen für ungültig erklären und in ihrem Medaillenspiegel nicht mit berücksichtigen.

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    Die britische Zeitung „The Guardian“ soll in ihrem Leitartikel erklärt haben: „Rio ist kein Ort für Betrüger.“ Das wäre nur gerecht, hätte das Blatt nicht dazu aufgerufen, auch alle „sauberen“ russischen Sportler zu bestrafen, erinnert Ryan.

    Die Journalistin hebt hervor, dass manche Medien die Frage bereits als entschieden dargestellt hätten. Das IOC hatte noch gar keine Entscheidung getroffen, als „The Daily Mail“ unter Berufung auf eine gewisse informierte Quelle einen Artikel gebracht habe, in dessen Überschrift es hieß, die gesamte Auswahl Russlands mit 387 Athleten werde als Strafe für die Unterstützung des staatlichen Doping-Programmes von Olympia in Rio ausgeschlossen. 

    Die Zeitung „The Sun“ habe diesen Artikel ebenfalls abgedruckt, wobei sie die Überschrift in dem Sinne „Gut, die sind wir los“ ergänzt habe.

    Zweifellos habe die Entscheidung des IOC alle diese Medien enttäuscht, und so würden sie weiterhin versuchen, die russischen Sportler zu diskreditieren, meint Ryan.

    „Hätte der Olympia-Dopingskandal Sportler aus den USA mit beweislosen Anschuldigungen, Betrug auf staatlicher Ebene unterstützt zu haben, berührt, so hätten die britischen Zeitungen nicht dazu aufgerufen, alle amerikanischen Athleten für die Spiele in Rio zu sperren“, schreibt die Journalistin.

    In diese Fall, so vermutet sie, hätten die Journalisten besorgt auf eine individuelle Herangehensweise an jeden einzelnen Sportler bestanden und dazu aufgerufen, nicht alle für fremde Sünden zu bestrafen. Und dabei hätten sie den Informanten, der den Doping-Skandal ins Rollen gebracht hätte, gewiss beschuldigt, für Moskau zu arbeiten, meint Danielle Ryan.

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