18:33 05 Dezember 2019
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    Olympia-Freigabe für russische Leichtathleten - mit bitterem Beigeschmack

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    Die Nachricht, dass zwei russische Ruderer - Anastassija Karabelschtschikowa und Iwan Podschiwalow - nach der Olympia-Sperre doch noch zur Teilnahme an den Wettkämpfen in Rio zugelassen sind und es auch gute Chancen für weitere Sportler gibt, wird laut Swetlana Schurowa, Olympiasiegerin und Staatsduma-Abgeordnete, mit Freude wahrgenommen.

    Sie finde es jedoch seltsam, so Schurowa im Gespräch mit Sputnik, „dass man unsere Sportler nun einzeln zuzulassen beginnt“. „Besonders seltsam ist das vor dem Hintergrund aller Meldungen, die ich in ausländischen Medien darüber lese, dass unsere Sportler bescheidener sein und nicht stolzen Hauptes zur Eröffnung der Olympischen Spiele gehen sollten.“

    Unter Berufung auf Gerichtsinstanzen sagte die Abgeordnete: „Unsere Sportler haben gegen nichts verstoßen und sind undifferenziert verleumdet worden. Derweil werden (ausländische) Athleten selbst bei einer bereits vorhandenen doppelten Disqualifikation an den Spielen teilnehmen, wobei die russischen, selbst jene, die gegen nichts verstoßen haben, nicht zugelassen wurden.“

    Daher „werden solche  Meldungen einerseits mit Freude, aber andererseits auch mit Bedauern wahrgenommen“, so Schurowa.

    „Ich habe vermutet, dass es damit enden wird, und dass man, wenn man sich schon nicht entschuldigt, zumindest aber irgendwelche Tatsachen bekannt gibt, aber eben erst nach den Olympischen Spielen. Doch sie (im Westen) haben ihr Ziel erreicht, und es ist bereits eine gewisse Atmosphäre geschaffen“, sagte Schuirowa.

    Der Internationale Sportgerichtshof (CAS) hat nach der Verhandlung zum Fall der russischen Ruderer Karabelschtschikowa und Podschiwalow die Regel des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) über das Startverbot für ehemals gedopte Athleten bei der Olympiade 2016 aufgehoben.

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    Olympiasperre, Internationaler Sportgerichtshof CAS, IOC, Swetlana Schurowa, Rio de Janeiro, Russland