12:06 09 Dezember 2019
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    Rio: Russland kritisiert Olympia-Start von US-Leichtathleten mit Doping-Vergangenheit

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    Bei der Zulassung der US-Sprinter Tyson Gay und Justin Gatlin zu den Olympischen Spielen in Rio handelt es sich um Diskriminierung, sagte der Chef des Russischen Olympischen Komitees, Alexander Schukow, am Donnerstag.

    „Der Beschluss zu unseren Leichtathleten ist absolute Diskriminierung. Es ist unfair, dass die sauberen Athleten Issinbajewa und Schubenkow zu den Spielen nicht zugelassen werden, während die US-Leichtathleten mit Doping-Vergangenheit, Tyson Gay und Justin Gatlin, eine Erlaubnis bekommen“, sagte Schukow.

    Schukow nannte die Sportarten, in denen die russischen Sportler mit vollständigen Mannschaften zu den Wettbewerben antreten werden: „Badminton, Boxen, Mountainbike, Wasserball (Frauen), Volleyball, Handball (Frauen), Golf, Kanuslalom, Judo, Reitsport, Tischtennis, Tennis, Synchronschwimmen, Tauben- und Kugelschießen, Bogenschießen, Triathlon, Taekwondo und Rhythmische Gymnastik – in diesen Sportarten wurden alle zugelassen.“ 

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    Insgesamt haben 271 russische Athleten die Starterlaubnis in Rio bekommen. Von den russischen Leichtathleten darf nur Weitspringerin Daria Klischina am Wettbewerb teilnehmen. Zudem werden vier von neun Bahnradsportlern, vier von 28 Ruderern, 31 von 35 Schwimmern, darunter Wladimir Morosow und Nikita Lobinzew, und fünf von sechs Freistil-Kämpfern zugelassen.

    Das IOC hatte am 24. Juli beschlossen, nicht die komplette russische Olympia-Mannschaft zu sperren, wobei die endgültigen Beschlüsse zu konkreten Athleten und Mannschaften an die internationalen Sportverbände delegiert wurden. Dem IOC zufolge haben Sportler mit Doping-Vergangenheit garantiert keinen Zugang zu den Olympischen Spielen.

    Die Spiele finden vom 5. bis zum 21. August statt.

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    Tags:
    Doping, Olympische Spiele in Rio de Janeiro, IOC, Alexander Schukow, Justin Gatlin, Tyson Gay, USA