19:02 27 Februar 2020
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    Die amerikanische Schwimmerin Lilly King, die bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro Gold gewonnen hat, hat sich bei ihrer russischen Kollegin Julia Jefimowa entschuldigt, weil sie ihr zuvor nicht zu ihrer Silber-Medaille gratuliert hatte.

    „Wenn Jefimowa wollte, dass ich ihr gratuliere, dann entschuldige ich mich bei ihr. Sie hat ein hervorragendes Wettschwimmen gezeigt, aber in dem Moment wollte ich lieber Meili (Bronze-Medaillengewinnerin und Teamkollegin von King) gratulieren“, sagte King, die 57 Hundertstelsekunden vor Jefimowa angeschlagen hatte, gegenüber Journalisten.

    Zuvor hatte sie Jefimowa allerdings wegen angeblichen Doping-Konsums angegriffen. Bei einer Pressekonferenz betonte die 19-jährige Amerikanerin, dass Sportler, die früher des Dopings überführt worden waren, bei den Olympischen Spielen gar nicht teilnehmen dürften.

    Am 9. August gewann Jefimowa die Silber-Medaille im Finale über 100 Meter Brust. Nach dem Wettbewerb hatten ihre amerikanischen Kolleginnen ihr weder in der Schwimmhalle noch bei der der Siegerehrung gratuliert. Vor dem Start wurde sie sogar von den Zuschauern ausgebuht.

    Jefimowa zeigte aber Verständnis für ihre amerikanischen Gegnerinnen: „Ich habe Verständnis für diejenigen, die mir nicht gratuliert haben, weil die Medien vor Nachrichten über mich wimmelten, die nicht wahr waren“, so die Sportlerin.

    Sie könne aber das Verhalten ihrer ausländischen Kollegen, die „einfach TV schauen und allem Geschriebenen glauben“, nicht nachvollziehen.

    „Ich habe immer geglaubt, der Kalte Krieg sei vorbei. Wozu ihn denn jetzt im Sport entfesseln?“, betonte Jefimowa.

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    Tags:
    Silber, Gold, Schwimmen, Wettbewerb, Olympische Spiele in Rio de Janeiro, Rio de Janeiro, USA, Russland