07:00 29 November 2020
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    Paralympics in Rio (44)
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    Die Entscheidung des Internationalen Paralympischen Komitees (IPC), Russland von den Spielen in Rio auszuschließen, steht im Widerspruch zum Völkerrecht und den Grundsätzen der europäischen Kultur, erklärte der Präsident des Paralympischen Komitees Russlands (RPC), Wladimir Lukin, in einem Schreiben an IOC-Präsident Thomas Bach.

    „Die Entscheidung des IPC steht im krassen Widerspruch zu den Grundsätzen des Völkerrechts und der europäischen Kultur, die den olympischen und paralympischen Werten zugrunde liegen“, heißt es in dem Brief.

    „Hunderte unschuldige Menschen grausam und wahllos für den möglichen Missbrauch von Einzelnen zu bestrafen, und zwar Menschen, die ohnehin schon vom Schicksal bestraft worden sind – das ist sehr weit von den Prinzipien des Humanismus und den grundlegenden europäischen Rechtsbegriffen entfernt“, so Lukin.

    Schuldvermutung und Kollektivstrafe – all das sei nicht das, „wofür man in Ihrem und in meinem Land gekämpft hat“, betonte Lukin.

    „Als Ombudsmann Russlands für Menschenrechte schon seit einem Jahrzehnt habe ich ausreichend Erfahrung, um über diese Probleme zu sprechen“, so Lukin.

    Das IPC hatte zuvor einstimmig entschieden, die gesamte russische Auswahl von der Teilnahme an den Paralympics 2016 in Rio auszuschließen. Außerdem wurde Russlands Mitgliedschaft in dieser Organisation ausgesetzt.

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    Tags:
    Völkerrecht, Paralympics 2016, IOC, Thomas Bach, Wladimir Lukin, Russland