14:31 25 Juni 2019
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    „Wofür sollten wir uns entschuldigen?“ - DW: Paralympics-Karikatur bleibt

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    Paralympics in Rio (44)
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    Die am Montag vom russischsprachigen Dienst der Deutschen Welle (DW) veröffentlichte Karikatur zum Gesamtausschluss der russischen Mannschaft von den Paralympics in Rio de Janeiro wird laut dem DW-Pressesprecher Christoph Jumpelt nicht entfernt. „Das tun wir nicht, nein“, erklärte er am Freitag im Sputnik-Gespräch.

    Zuvor hatte Michail Terentjew, Vize-Chef des Staatsduma-Ausschusses für Arbeit, Sozialpolitik und Veteranen, die Deutsche Welle aufgefordert, die „beleidigende“ Karikatur zu entfernen. Nach Ansicht des Abgeordneten sollte sich die DW-Redaktion für die Karikatur auch entschuldigen.

    Von Sputnik darauf angesprochen, fragte Jumpelt zurück: „Bei wem sollten wir uns für was entschuldigen, bitte?“ Und fuhr fort: „Auf welcher Grundlage fordert er eine Entschuldigung? Das verstehe ich jetzt nicht.“

    Dass Herr Terentjew die Karikatur als beleidigend empfinde, sei „seine persönliche Sicht“, so Jempelt.

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    Derweil ist am Freitag an einem Wohnblock gegenüber der Deutschen Botschaft in Moskau ein großes Plakat mit dem DW-Emblem und dem Text auf Deutsch aufgetaucht: „Sie, Leute, sind krank im Kopf“. Über die Herkunft des Plakats ist vorerst nichts bekannt.

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    Paralympics-Team, Deutsche Welle (DW), Deutschland, Russland