23:31 05 Dezember 2019
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    Wegen Paralympioniken-Karikatur: Protestaktion vor deutscher Botschaft in Moskau

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    Vor der deutschen Botschaft in Moskau fand eine Kundgebung mit der Forderung statt, die Karikatur über den Ausschluss der russischen Paralympioniken von der Webseite der Deutschen Welle (DW) zu entfernen.

    Die Karikatur zeigt die Olympischen Ringe, einer von ihnen hat die Form eines Rollstuhlfahrers mit der russischen Flagge in der Hand. Dieses Bild war Teil eines am 9. August veröffentlichten Artikels über den Ausschluss der russischen paralympischen Mannschaft von den Spielen in Rio de Janeiro.

    An der Aktion nahmen rund 50 Demonstranten teil, vor allem Jugendliche. Sie hielten Plakate mit der Aufschrift: „Wir fordern Entschuldigungen von der Deutschen Welle gegenüber den russischen paralympischen Sportlern“. „Wir fordern, die Karikatur von der Webseite zu entfernen!“ und „Stoppt die Verhöhnung der olympischen Symbole!“.

    Mehr zum Thema: LINKE-Politiker: DW-Paralympics-Karikatur regt fehlende öffentliche Debatte an

    „Wir denken, dass die Führung der Deutschen Welle endlich die Meinung von Tausenden Menschen hören sollte, die einstimmig sagen, dass es sich hier um eine inakzeptable Verspottung der russischen Sportler handelt (…). Leider sehen wir bislang nur, wie zynisch die Deutsche Welle die öffentliche Kritik an ihren Handlungen ignoriert. Anscheinend ist es für sie wichtiger, einen politischen Auftrag zu erfüllen, als sich an die Normen der Moral und der journalistischen Ethik zu halten. Man kann zum Schluss kommen, dass die Deutsche Welle ein Sprachrohr ist, das für staatliches Geld nur das schreiben kann, was ihr der Auftraggeber diktiert“, sagte der Anführer der Jungen Garde der Partei „Geeintes Russland“, Denis Dawydow.

    Die unabhängige Kommission der Anti-Doping-Agentur Wada mit Richard McLaren an der Spitze hatte am 18. Juli auf Basis eigener Ermittlungen verkündet, dass in Russland ein vom Staat gelenktes Doping-System funktioniert. In dem Bericht war die Rede von 35 verschwundenen positiven Doping-Proben paralympischer Sportler im Zeitraum zwischen 2012 und 2015. Später erklärte das Internationale Paralympische Komitee (IPC), dass dieser Bericht Sanktionen gegen das Paralympische Komitee Russlands bei den Spielen in Rio zur Folge haben kann.

    Die Wada empfahl dem IPC, das Paralympische Komitee Russlands von den Spielen in Rio auszuschließen, die vom 7. bis 18. September stattfinden. IPC-Chef Philip Craven erklärte am Sonntag, das Komitee habe einstimmig beschlossen, die russischen Athleten von den Paralympischen Spielen 2016 zu suspendieren.

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    Paralympics-Team, Welt-Antidoping-Agentur (WADA), Deutsche Welle (DW), Philip Craven, Moskau