21:10 18 Februar 2018
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    Russische Leichtathletinnen bei Olympia 2008 in Peking

    Olympia 2008 in Peking: IOC entzieht russischer Frauen-Staffel Goldmedaille

    © Sputnik/ Anton Denisov
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    Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat der russischen 4-mal-100-Meter-Staffel die Goldmedaille bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking aberkannt, wie es auf der Webseite der Organisation heißt. Diese Entscheidung gründe sich auf einen Nachtest der Dopingproben, bei dem die Sportlerin Julia Tschermoschanskaja positiv getestet wurde.

    Demnach wurden bei Tschermoschanskaja Spuren von zwei Anabolika nachgewiesen: Stanozol und Turinabol. Das Olympische Komitee Russlands (OKR) müsse nun sobald wie möglich die Goldmedaillen zurückgeben.

    OKR-Präsident Alexander Schukow äußerte bereits gegenüber der Agentur R-Sport sein Bedauern über die Entscheidung des IOC: „Dopingproben werden ständig nachkontrolliert. Ich habe bislang noch keine umfassenden Informationen, der Fall ist erst vor kurzem bekannt geworden. Natürlich ist das bedauerlich, da gibt es nichts zu freuen.“

    Tschermoschanskaja hatte 2008 im 4-mal-100-Meter-Staffellauf zusammen mit Jewgenia Poljakowa, Alexandra Fedorowa und Julia Guschtschina mit einem Resultat von 42,31 Sekunden olympisches Gold gewonnen.

    Zuvor hatte das IOC zwei Nachtest-Wellen der Dopingproben bei den Olympischen Spielen in London und Peking durchgeführt. Von den 1243 Proben erwiesen sich 98 als positiv, darunter 60 in Peking und 38 in London. Unter den positiv getesteten Athleten in Peking sollen 14 russische Sportler sein, darunter 11 Leichtathleten.

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    Tags:
    Doping-Probe, Doping, Gold, IOC, Alexander Schukow, London, Russland, Peking
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