13:53 23 August 2017
SNA Radio
    Training von Ski-Nationalmannschaften

    Norwegen: Selbst gesunde Skiläufer bekommen Asthma-Medikamente – Medien

    © Sputnik/ Konstantin Chalabov
    Sport
    Zum Kurzlink
    21088634

    Der Norwegische Skisportverband empfiehlt den Sportlern Asthma-Medikamente, selbst wenn sie gesund sind. Dies teilte der norwegische Fernsehsender TV2 unter Berufung auf Skifahrer mit, die nicht namentlich genannt werden wollten.

    Wie der Cheftrainer der norwegischen Auswahl in Skirennen, Vidar Löfshus, jedoch auf seiner Pressekonferenz sagte, werden solche Präparate nie ohne medizinische Indikation verschrieben.

    „Die Frage ist nur, was unter dem Ausdruck ‚gesunde Sportler‘ verstanden wird. Wir behandeln nie gesunde Athleten mit Medikamenten. Hier hängt vieles vom Selbstempfinden eines Sportlers ab…“, so Löfshus.

    Zuvor hatte der Cheftrainer allerdings gestanden, dass es sich in Einzelfällen um eine Therapie handeln kann, die auf die Vorbeugung von Erkrankungen der Atemwege gerichtet sei. Zu diesem Zweck könnten Asthma-Medikamente und Inhalationen verwendet werden. Die Auswahl und der Verband hätten nichts zu verbergen und seien bereit, über die von ihnen angewandten  Methoden ausführlich zu berichten, so Löfshus.

    Indes hat die Präsidentin des Skisportverbandes Russlands, Jelena Wjalbe, wiederholt auf die verdächtig anmutenden Erfolge der norwegischen Sportler verwiesen, von denen viele das Asthma-Medikament Salbutamolum und dessen Analoga einnehmen.

    Bei der WM 2015 hatte die norwegische Ski-Mannschaft neun der insgesamt zwölf Goldmedaillen gewonnen. Im Jahr 2013 hatten die Norweger siebenmal und im Jahr 2011 achtmal Gold geholt.

    Zum Thema:

    Im letzten Moment vor Olympia-2016: CAS kippt IOC-„Doppelstrafe“ für Ex-Doping-Sünder
    Rio: Russland kritisiert Olympia-Start von US-Leichtathleten mit Doping-Vergangenheit
    Doping-Skandal um Russland: Pranker beweisen, wer dahintersteckt - VIDEO
    Tags:
    Norwegen
    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren