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    Die frühere russische Olympiasiegerin im Eiskunstlauf und heutige Staatsduma-Abgeordnete Swetlana Schurowa

    Hacker-Attacke enthüllt doppelte Maßstäbe der WADA – russische Olympiasiegerin

    © Sputnik / Maxim Blinov
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    Das Vorgehen der Hacker Fancy Bear, die in die Datenbank der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA eingedrungen sind, hat mit Ethik nichts mehr zu tun, und diese skandalösen Informationen zeugen auch von den doppelten Maßstäben gegenüber russischen Athleten, wie die russische Olympiasiegerin Swetlana Schurowa im Interview mit Sputnik meinte.

    „Jeder Sportler kann sich eine Bescheinigung von seinem Arzt besorgen. Er muss der WADA gegenüber begründen, dass gerade dieses Präparat für ihn lebenswichtig ist. Zum Beispiel, wenn es eine Operation oder eine allergische Reaktion gegeben hat. Oder wie im Fall der Turnerin Simone Biles, der in aller Munde ist. Sie besitzt seit der Kindheit eine bestimmte Diagnose, und sie nimmt Präparate ein. Die WADA entscheidet, ob  Sportler gewisse Präparate einnehmen dürfen oder nicht. Und da beginnen die doppelten Maßstäbe: den einen Sportlern wird ein Präparat genehmigt, anderen dagegen nicht. Die WADA entscheidet, ob man gerade jenes, vom Arzt verschriebene Präparat  einnehmen darf oder es durch ein ähnliches ersetzen muss“, sagte Swetlana Schurowa.

    Den russischen Sportlern hatte man ihr zufolge weniger unschädliche Präparate verboten, besonders bei Verletzungen, weil sie verbotene Komponenten enthielten. Und so habe man die WADA im Voraus um eine Genehmigung bitten müssen, und das sei ein Unding, meinte die Olympiasiegerin.

    Wie sie sagte, ist die WADA gerade gegenüber den russischen Ärzten misstrauisch. Haben die amerikanischen Ärzte irgendein Präparat verschrieben, so sei daran nicht zu rütteln. „Zum Beispiel gibt es ein Präparat, das nach Verletzungen hilft, schneller wieder in Form zu kommen. Es wird russischen Sportlern verboten, aber den Sportlern anderer Länder genehmigt“ erzählt sie. „Aber dabei werden doch auch die einen Sportler anderen gegenüber begünstigt“, meinte sie entrüstet und schloss mit den Worten: „Offenbar wird die WADA viele Dinge überdenken müssen.“

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    Welt-Antidoping-Agentur (WADA), Fancy Bear, Swetlana Schurowa, Russland, USA