13:39 22 November 2019
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    Wada-Präsident Craig Reedie

    Wada bestätigt Echtheit von gehackten FancyBears-Sportlerdaten

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    Die Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada) hat die Echtheit von den durch „Fancy Bears“ gehackten vertraulichen Unterlagen auf ihrer offiziellen Website bestätigt.

    „Russische Hacker haben vertrauliche Informationen über 25 Sportlern aus acht Ländern veröffentlicht, die von dem ADAMS-System (Anti-Doping Administration and Management System) gestohlen waren“, hieß es auf der Webseite der Wada.

    Bei den Athleten handle es sich um zehn Personen aus den USA, fünf aus Deutschland, fünf aus Großbritannien und je eine Person aus Russland, Tschechien, Dänemark, Polen und Rumänien. 

    „Die Hacker-Attacken aus Russland untergraben deutlich die Arbeit zur Wiederherstellung eines regelkonformen Anti-Doping-Systems in Russland“, sagte Wada-Generaldirektor Olivier Niggli. 

    Die Hacker-Gruppe „Fancy Bears“ hatte zuvor auf ihrer Webseite fancybear.net mehrere US-Athleten aufgelistet, die positiv auf verschiedene Substanzen getestet worden sein sollen. Ihre Vorwürfe untermauern die Hacker mit mehreren Dokumenten.

    Aus ihnen geht unter anderem hervor, dass die 22-fache Grand-Slam-Siegerin Serena Williams (34) in den Jahren 2010, 2014 und 2015 mit Zustimmung der Wada „aus therapeutischen Gründen“ Oxycodon, Hydromorphon, Prednison, Prednisolonum und Methylprednisolon eingenommen hatte. Ihre Schwester Venus soll von 2010 bis 2013 legal mit Prednison, Prednisolonum, Triamcinolon und Formoterol gedopt haben. Laut weiteren Unterlagen wurde die amerikanische Turnerin Simone Biles trotz positiven Dopingtests nicht gesperrt.

    Im Sommer hatten die Ermittler der Wada das russische Sportministerium, die Anti-Doping-Labors in Moskau und Sotschi sowie den Inlandsgeheimdienst FSB beschuldigt, in ein staatlich gesteuertes Dopingprogramm russischer Athleten involviert zu sein. Die staatlichen Stellen sollen mit Proben manipuliert haben, um gedopte russische Athleten zu schützen, hieß es in dem Bericht der Welt-Anti-Doping-Agentur. 

    Russische Beamte bestritten das. Dennoch ließ der internationale Sportgerichtshof CAS alle 68 russischen Leichtathleten von den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro sowie die gesamte russische Auswahl von den Paralympics aussperren.

     

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    Daten, Sportler, Hacker, Medikamente, Doping, Fancy Bear, Welt-Antidoping-Agentur (WADA), Oliver Niggli, Großbritannien, Deutschland, USA, Russland