03:57 27 September 2020
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    Doping-Skandal (158)
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    Russland ist bereit, die Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada) bei der Untersuchung der Hacker-Attacken zu unterstützen, sollte eine solche Anfrage kommen, wie der Pressesprecher des russischen Präsidenten, Dmitri Peskow, erklärte.

    „Wenn es um eine Bitte um Unterstützung geht, dann zweifellos, sollte eine solche Anfrage eingehen. Russland tritt konsequent für die Bekämpfung der Cyber-Kriminalität ein, es lädt konsequent alle Staaten und internationalen Organisationen zur Zusammenarbeit in dieser Sphäre ein. Und diese Position Russlands ist auch gut bekannt“, sagte Peskow auf die Frage hin, ob Russland bereit sei, der Wada zu helfen.

    Der Wada-Generaldirektor Olivier Niggli hatte zuvor überzeugt geäußert, die  Cyber-Attacken würden aus Russland kommen, quasi als Rache für den von Richard Pound und Richard McLaren erstellten Bericht über das angeblich staatlich geförderte Dopingsystem in Russland. Niggli hatte die russischen Behörden aufgefordert, alles nur Mögliche zur Einstellung dieser Hacker-Angriffe zu tun. Wie Russlands Sportminister Vitali Mutko in diesem Zusammenhang der Agentur „R-Sport“ erklärte, wolle er die zuständigen russischen Strukturen bitten, die Wada bei der Klärung des Problems zu unterstützen.

    Die Hackergruppe „Fancy Bear“ hatte vor kurzem vertrauliche Wada-Dokumente ins Netz gestellt, die Auskunft geben über medizinische Doping-Ausnahmebewilligungen an einzelne Athleten aus den USA und auch anderen Ländern.

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    Tags:
    Fancy Bear, WADA, Dmitri Peskow, Russland