15:00 10 Dezember 2019
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    Wada-Leaks: Hacker veröffentlichen weitere Daten

    Wada-Leaks: Fancy Bears veröffentlichen weitere Daten von Sportlern

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    Die Hacker-Gruppe „Fancy Bears“ hat am Freitag auf ihrer Webseite den dritten Teil der WADA-Unterlagen veröffentlicht, die davon zeugen sollen, dass die Welt-Anti-Doping-Agentur einigen Athleten die Einnahme von verbotenen Arzneimitteln aus angeblich therapeutischen Gründen genehmigt hatte.

    In eine weitere Liste sind unter anderem die Olympia-Siegerinnen von Rio wie die Boxerin Nicola Adams,  die Radrennfahrerin Laura Trott (beide Großbritannien), die australische Ruderin Kimberly Brennan und die spanische Schwimmerin Mireia Garcia Belmonte, die zu ihrem Gold auch eine Bronzemedaille hatte hinzufügen können, aufgenommen.

    Hinzu kommen auch zwei Silbermedaillengewinnerinnen, die britische Ruderin Olivia Carnegie-Brown und die britische Schwimmerin Siobhan-Marie O'Connor, sowie ihre männlichen „Kollegen" aus Australien, der Ruderer Alexander Belonogoff und der Bahn- und Straßenradrennfahrer Jack Bobridge, die ebenfalls Silbermedaillen in Rio de Janeiro gewannen.

    Unter den Bronzemedaillengewinnern von Rio wird die Schwimmerin Jeanette Ottesen aus Dänemark genannt. Deutschland ist diesmal mit zwei  Athleten vertreten, die allerdings keine Medaillen in Rio de Janeiro gewinnen konnten.

    Die Welt-Anti-Doping-Agentur WADA bestätigte die Echtheit der Dokumente. „In ihren früheren primären Veröffentlichungen  haben sie (die Hacker) damit gedroht, weitere Daten zu veröffentlichen. Deshalb ist das leider nicht unerwartet gekommen, und wir sollten auf weitere Veröffentlichungen vorbereitet sein", heißt es in einer Mitteilung auf der WADA-Webseite.

    Die Agentur  konsultiere zurzeit hochrangige Mitarbeiter internationaler Vollstreckungsbehörden  und  Experten für Cyber-Sicherheit, um sich zu vergewissern, dass das Anti-Doping-System ADAMS, in dem die Ergebnisse von Doping-Proben fixiert seien, sicher bleibe. 

    Nachdem die Hackergruppe „Fancy Bears" am Donnerstag den ersten Teil von WADA-Daten veröffentlicht hatte, sagte der WADA-Chef Olivier Niggli, die Cyber-Angriffe seien  von Russland organisiert worden.  Der Pressesprecher des russischen Präsidenten, Dmitri Peskow, reagierte darauf mit den Worten,  bei dem WADA-Datenleck  könne von einer Mitwirkung  der russischen Staatsführung  oder der russischen Geheimdiensten keine Rede sein.

    Der russische Staatschef Wladimir Putin hatte am  Freitag die Situation kommentiert, indem er sagte, Russland lehne das, was die Hacker tun, ab. Trotzdem rief er dazu auf, sich mit den Informationen, die die Hackergruppe besorgt hätte, auseinanderzusetzen. 

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    Daten, Doping-Probe, Hacker, Hackerangriff, Doping, WADA, Olivier Niggli, Wladimir Putin, Australien, Dänemark, Spanien, Großbritannien, Deutschland, Russland