15:33 29 November 2020
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    Der bisherige Schach-Weltmeister Magnus Carlsen aus Norwegen hat nach einer Niederlage gegen den Russen Sergej Karjakin in der achten Partie der Schach-WM in den USA die obligatorische Pressekonferenz verlassen. Als Strafe muss er nun zehn Prozent seines Preisgeldes abgeben, wie die Pressestelle des russischen Schachverbandes mitteilte.

    Das Duell um die Schachkrone in New York ist mit 1,1 Millionen Dollar dotiert. Der Gewinner erhält 60 Prozent, der Verlierer 40 Prozent des Preisgeldes. 

    „Magnus floh von der Pressekonferenz. So etwas war nie zuvor der Fall“, sagte der Präsident des Weltschachbundes FIDE, Kirsan Iljumschinow, gegenüber der Nachrichtenagentur R-Sport. „Solch ein Benehmen ist unsportlich, was davon zeugen kann, dass Magnus bedrückt und niedergeschlagen ist – nicht nur im sportlichen Sinne, sondern auch psychisch.“ 

    Jeder Sportler müsse die jeweiligen Pressekonferenzen besuchen, da sich die Journalisten ja nicht nur interessierten, wer wie gewonnen hat, sondern auch dafür, wo der Herausforderer Fehler gemacht hat. „Carlsen aber brachte Millionen Schachfans aus 200 Ländern um dieses Vergnügen“, so Iljumschinow. 

    Herausforderer Sergej Karjakin aus Russland war zuvor in der achten Partie der Schach-WM in den USA überraschend in Führung gegangen.

    Die Notation der achten Partie:
    Weiß: Magnus Carlsen (Norwegen) — Schwarz: Sergej Karjakin (Russland)

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    Tags:
    unsportlich, Flucht, Niederlage, Pressekonferenz, Schach-WM, FIDE, Kirsan Iljumschinow, Magnus Carlsen, Sergej Karjakin, Norwegen, USA