17:02 21 Oktober 2018
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    WADA-Bericht zu Doping-Skandal

    Wada: Über tausend russische Athleten in Doping-Manipulation involviert

    © REUTERS / Michael Dalder
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    Mehr als 1.000 russische Sportler sind in die Manipulation mit den Doping-Proben involviert gewesen oder dadurch bei Wettbewerben begünstigt worden, heißt es im zweiten Teil des Berichts der unabhängigen Kommission der Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada) unter Leitung von Richard McLaren.

    Der zweite Teil des Berichts wurde am Freitag in London vorgestellt.

    „Es handelt sich um mehr als 1.000 russische Athleten, die an Wettbewerben in Sommer- und Wintersportarten sowie in paralympischen Sportarten teilnehmen. Sie waren in die Manipulationen mit Doping-Proben involviert oder haben daraus Vorteile gezogen. Dies geht aus den durch internationale Föderationen und der Wada bereitgestellten Informationen hervor. Darunter sind 503 Vertreter der Sommersportarten (82 Prozent) und 92 Vertreter der Wintersportarten (18 Prozent)“, heißt es im Bericht.

    Im zweiten Teil des McLaren-Berichts wird jedoch kein einziger neuer Name eines russischen Sportlers erwähnt.

    Wada-Chef Richard McLaren hatte Russland in seinem Bericht vom 18. Juli staatlich organisiertes Doping vorgeworfen. Am 9. Dezember präsentiert McLaren seinen zweiten Bericht.

    Die Ermittler der Welt-Anti-Doping-Agentur Wada hatten kurz vor Beginn der Olympischen Spiele 2016 in Rio de Janeiro das russische Sportministerium, die Anti-Doping-Labors in Moskau und Sotschi sowie den Inlandsgeheimdienst FSB beschuldigt, in ein staatlich gesteuertes Dopingprogramm russischer Athleten involviert zu sein. Russische Beamte bestritten das. Dennoch ließ der internationale Sportgerichtshof CAS die russische Leichtathletik-Auswahl komplett von den Spielen ausschließen.

    Das Internationale Paralympische Komitee (IPC) schloss alle russischen Athleten von den Paralympics in Rio aus. Das Internationale Olympia-Komitee (IOC) sah von einem Komplett-Ausschluss der russischen Auswahl ab. Über das Startrecht einzelner Athleten entschieden ihre jeweiligen Weltverbände. Sportler, die bereits früher wegen Doping gesperrt gewesen waren, durften in Rio nicht starten.

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    Bericht, Sportler, Doping-Probe, WADA, Russland, London