04:38 25 Juni 2018
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    Olympische Ringe an der Uferstraße im Stadtviertel Adler in Sotschi. Archivfoto

    IOC: Alle 63 neu untersuchten Blutproben russischer Olympia-Athlethen sauber

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    Die Blutproben jener russischen Athleten, die bei den Olympischen Winterspielen 2014 in Sotschi angetreten waren, sind laut dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) negativ.

    „Alle 63 Blutproben der russischen Athleten bei den Olympischen Winterspielen 2014 in Sotschi sind bereits vom IOC in Kooperation mit Prof. McLaren erneut analysiert worden, und sind alle negativ“, heißt es im IOC-Statement.

    Das IOC hatte zuvor angekündigt, sämtliche Proben der russischen Olympia-Athleten von 2014 ein weiteres Mal zu untersuchen.

    „Das IOC wird alle 254 Urinproben von den russischen Athleten bei den Olympischen Winterspielen 2014 in Sotschi erneut untersuchen, da das Mandat von Prof. McLaren keine vollständige erneute Analyse von diesen Proben inkludierte“, ging aus der Pressemitteilung des IOC hervor.

    Am heutigen Freitag wurde in London der zweite Teil des Berichts der unabhängigen Kommission der Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada) unter Leitung von Richard McLaren präsentiert. Dem Bericht zufolge sollen über 1.000 russische Athleten in die Manipulation mit den Doping-Proben involviert gewesen und dadurch bei Wettbewerben begünstigt worden sein. Kein einziger neuer Name wurde darin jedoch genannt.

    Wada-Chef Richard McLaren hatte Russland in seinem Bericht vom 18. Juli staatlich organisiertes Doping vorgeworfen.

    Die Wada-Ermittler hatten kurz vor Beginn der Olympischen Spiele 2016 in Rio de Janeiro das russische Sportministerium, die Anti-Doping-Labors in Moskau und Sotschi sowie den Inlandsgeheimdienst FSB beschuldigt, in ein staatlich gesteuertes Dopingprogramm russischer Athleten involviert zu sein. Russische Beamte bestritten das. Dennoch ließ der internationale Sportgerichtshof CAS die russische Leichtathletik-Auswahl komplett von den Spielen ausschließen.

    Das Internationale Paralympische Komitee (IPC) schloss alle russischen Athleten von den Paralympics in Rio aus. Das Internationale Olympia-Komitee (IOC) sah von einem Komplett-Ausschluss der russischen Auswahl ab. Über das Startrecht einzelner Athleten entschieden ihre jeweiligen Weltverbände. Sportler, die bereits früher wegen Doping gesperrt gewesen waren, durften in Rio nicht starten.

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    Tags:
    Manipulationen, Doping-Probe, Blut, Doping, Welt-Antidoping-Agentur (WADA), Internationales Olympisches Komitee (IOC), Richard McLaren, Russland