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    Rusada-Chefin bekräftigt: NYT entstellte ihre Worte aus Interview

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    Die Interimschefin der Russischen Antidopingagentur Rusada, Anna Anzeliowitsch, hat bestätigt, dass ihre Worte über das „Dopingsystem in Russland“, die sie gegenüber der Zeitung „The New York Times“ äußerte, aus dem Kontext herausgegriffen seien. Dies schreibt am Mittwoch die Agentur R-Sport.

    „Natürlich, die Worte sind aus dem Kontext herausgerissen. In dem einstündigen Interview habe ich vieles gesagt. Insbesondere, dass es, solange die Sportler keine Antwort erhalten und die Föderationen bzw. der (Internationale Sportgerichtshof) CAS keine Entscheidung getroffen haben, im Prinzip sinnlos ist, über diese Situation zu sprechen, da bislang nur eine Seite vertreten ist. Die Tatsache, dass mich der McLaren-Bericht schockiert hat, — das sind meine Worte. Ich denke, wir waren alle darüber schockiert. Ich war noch vor (Nikita) Kamajew zur Rusada gekommen“, schreibt Anzeliowitsch in ihrem Kommentar zum Beitrag eines Facebook-Nutzers.

    „Ich meine aufrichtig, dass es nicht in der Kompetenz der Rusada liegt, solche Schlüsse zu ziehen. Unsere Probleme in der Rusada haben wir anerkannt und versuchen, sie zu lösen“, ergänzte sie.

    Am Dienstag war bei The New York Times ein Bericht über Doping im russischen Sport erschienen. Darin wird behauptet, Russland habe „zum ersten Mal eingeräumt“, dass auch Beamte in eine der größten Verschwörungen der Sportgeschichte verwickelt gewesen seien. Dabei beruft sich das Blatt auf die Interimschefin der russischen Antidopingagentur Rusada, Anna Anzeliowitsch. Diese soll in einem Interview mit NYT von einer „institutionellen Verschwörung“ gesprochen haben, allein Russlands Spitzen- und Regierungspolitiker wie Präsident Wladimir Putin seien nicht eingeweiht gewesen.

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    Doping, The New York Times, Anna Anzeliowitsch, Russland