16:53 05 Juli 2020
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    Saubere Sportler dürfen nicht einfach nur aufgrund ihrer Staatsangehörigkeit von den Olympischen Spielen gesperrt werden. Dies äußerte der Präsident des Internationalen Skiverbandes (FIS), Gian Franco Kasper, bei einem Treffen des Internationalen Olympischen Komitees im südkoreanischen Pyeongchang.

    „Saubere“ Sportler, deren Dopingproben nicht positiv ausfielen, dürfen keine Strafe bekommen, so Kasper bei einem IOK-Treffen am Austragungsort der Olympischen Winterspiele 2018.

    „Wir dürfen nicht alle Herren Schmidt anklagen, nur weil ein Herr Schmidt Schuld an etwas hat. So etwas hat Hitler gemacht, als er alle Juden beschuldigte. Und alle Juden wurden getötet“, so Kasper.

    Mittlerweile entschuldigte sich Kasper bereits für diese Worte.

    „Das war herzlos und unpassend. Es tut mir leid“, so der Welt-Skiverband-Chef.

    Zuvor hatten die Ermittler der Welt-Anti-Doping-Agentur Wada das russische Sportministerium, die Anti-Doping-Labors in Moskau und Sotschi sowie den Inlandsgeheimdienst FSB beschuldigt, in ein staatlich gesteuertes Dopingprogramm russischer Athleten involviert zu sein. Die staatlichen Stellen sollen Proben manipuliert haben, um gedopte russische Athleten zu schützen, hieß es in dem Wada-Bericht.

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    Tags:
    Dopingvorwürfe, Olympische Spiele, Doping-Sperre, Doping, WADA, Welt-Antidoping-Agentur (WADA), Internationales Olympisches Komitee (IOC), Pyeongchang, Südkorea