02:54 22 November 2017
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    Russland die WM 2018 wegnehmen? – FIFA antwortet auf Forderungen von US-Senator

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    Russland richtet Fußball-WM 2018 aus (99)
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    US-Senator Richard Blumenthal hat von der FIFA gefordert, Russland die Austragungsrechte für die Fußball-WM 2018 zu entziehen. Der Weltfußballverband antwortet darauf in aller Höflichkeit und Klarheit in einer offiziellen Erklärung, die das Sportportal R Sport zitiert.

    Fußball könne keine politischen Probleme lösen und die FIFA könne sich nicht in hoheitliche Fragen einmischen, heißt es demnach in der Erklärung. Doch der Fußball habe die Kraft, „Brücken zwischen Kulturen zu errichten und unterschiedlichste Menschen einander näherzubringen“, betont der Weltfußballverband. „Wir setzen uns für den Dialog, das gegenseitige Verständnis und den Frieden zwischen den Völkern ein. Und wir sind überzeugt, dass die FIFA-Turniere in dieser Hinsicht eine wichtige Rolle spielen.“

    Vor dem Erscheinen der FIFA-Erklärung hatte der Ehrenvorsitzende des Russischen Fußballbunds, Wjatscheslaw Kolosskow, die Öffentlichkeit dazu aufgerufen, Blumenthals Aufruf keine Beachtung zu schenken. Die FIFA werde den Forderungen, Russland die WM aus politischen Motiven zu entziehen, nicht nachgeben, sagte der Sportfunktionär.

    Am 19. April schickte Blumenthal dem FIFA-Präsidenten Gianni Infantino die Forderung, Russland die Fußball-WM 2018 wegzunehmen. Dies könne durch wiederholte Aktivitäten der russischen Führung begründet werden, die gegen die humanistischen Werte der FIFA verstießen, hieß es in Blumenthals Schreiben.

    Die Fußball-Weltmeisterschaft wird vom 14. Juni bis 15. Juli 2018 stattfinden. Die Spiele werden in elf russischen Städten ausgetragen: Moskau, Kaliningrad, St. Peterburg, Wolgograd, Kasan, Nischni Nowgorod, Samara, Saransk, Rostow-am-Don, Sotschi und Jekaterinburg.

    Themen:
    Russland richtet Fußball-WM 2018 aus (99)
    Tags:
    FIFA, Gianni Infantino, Russland
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