03:28 05 Juni 2020
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    Fußballfans aus allen Ländern werden bei den anstehenden internationalen Turnieren in Russland willkommen sein. Damit wies der Anti-Rassismus-Kommissar des russischen Fußballverbandes, Alexej Smertin, die Vorwürfe westlicher Medien zurück, die eine Festveranstaltung in Sotschi als rassistisch bezeichnet hatten.

    „Uns werden durchaus alle Fans willkommen sein, von allen Kontinenten, und wir werden Gastfreundschaft, Herzensgüte und Wärme an den Tag legen", sagte der WM-Botschafter für Russland 2018 in einem Interview mit dem TV-Sender RT.

    Russland halte an Nulltoleranz gegenüber jeder Form von Diskriminierung fest, wie es in den FIFA-Statuten verankert sei, betonte Smertin. Wenn es doch von Zeit zu Zeit zu irgendwelchen Zwischenfällen komme, so seien dies Taten einzelner Personen, die die Stimmung der gesamten russischen Gesellschaft nicht widerspiegeln würden. Diese Tendenz betreffe jedes Land, fügte er hinzu.

    Manchmal sei derartiges Verhalten nicht einmal Absicht, sagte Smertin im Zusammenhang mit einer Veranstaltung, die im Vorfeld des FIFA-Konföderationen-Pokals am Dienstag in Sotschi stattgefunden hatte. Beim Festzug des Carnaval Sochi Fest 2017 waren einige Teilnehmer in Nationaltrachten eines afrikanischen Landes mit Bananen in den Händen erschienen. Dies reichte der britischen Zeitung „The Guardian" aus, um der russischen Bevölkerung rassistische Einstellungen zu unterstellen.

    Für Smertin seien diese Vorfälle eher die Folge von schlechtem Geschmack und mangelnder Bildung. „Wir müssen dies minimisieren, es ist eine Bildungsaufgabe", sagte er.

    „Respekt muss sein — dies ist das Hauptprinzip. Respekt vor den Fans, Respekt vor den Mannschaften, die zum FIFA-Konföderationen-Pokal 2017 und zur Fußball-WM 2018 kommen. Das ist sehr wichtig", sagte Smertin abschließend.

    Zuvor hatte sich „The Guardian" besorgt über mögliche Äußerungen von Rassismus bei den internationalen Fußballturnieren in Russland geäußert. Anlass waren Fotos, die den Karnevalsfestzug im russischen Sotschi im Vorfeld des FIFA-Konföderationen-Pokals zeigten. Laut der Stadtverwaltung wollten die Teilnehmer lediglich Bewohner von verschiedenen Kontinenten darstellen und eine positive Atmosphäre schaffen. Die Veranstalter hätten ausschließlich freundschaftliche Ziele gehabt und niemanden verletzen wollen, hieß es.

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