12:22 24 November 2017
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    Russische Athleten bei den Olympischen Winterspielen 2014 in Sotschi

    Doping-Skandal: WADA stellt Untersuchungen gegen 95 russischen Athleten ein

    © RIA Novosti. Alexandr Vilf
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    Die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) hat erklärt, 95 der ersten 96 untersuchten Fälle von angeblich gedopten russischen Athleten aus dem Bericht von Ermittler Richard McLaren nicht mehr zu verfolgen. Das schreibt die US-Zeitung „The New York Times“ unter Berufung auf einen internen Bericht der Agentur.

    „Die verfügbaren Beweise waren unzureichend, um zu behaupten, dass diese 95 Athleten gegen die Anti-Doping-Richtlinien verstoßen hätten“, sagte laut der Zeitung der Generaldirektor der WADA, Olivier Niggli.

    In dem Bericht wurden keine Namen genannt. Diese Entscheidung kann laut dem Blatt Kontroversen auslösen, ob Russland die Beweise so effektiv vernichtet habe oder die WADA die Strafen mildern wolle.

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    Der kanadische Anwalt Richard McLaren hatte 2016 eine zweiteilige Ermittlung im Auftrag der WADA vorgestellt. Danach sollen in Russland zwischen 2011 und 2015 über 1000 Sportler von Doping-Vertuschungen profitiert haben, darunter bei den Olympischen Spielen 2014 in Sotschi. Im Oktober werden die Ergebnisse erwartet. Im Anschluss sollen gegebenenfalls Sanktionen verhängt werden. Die WADA hatte bis zuletzt einen Ausschluss der russischen Mannschaft von den Olympischen Winterspielen 2018 im südkoreanischen Pyeongchang gefordert.

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    Tags:
    Sportler, Sport, Doping, The New York Times, Welt-Antidoping-Agentur (WADA), WADA, Olivier Niggli, Richard McLaren, Russland
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