00:31 09 Juli 2020
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    Ex-FIFA-Präsident Joseph Blatter ist der Meinung, dass die Engländer eine Kampagne gegen ihn vom Zaun gebrochen haben, die mit seiner Disqualifikation vom Welt-Fußballverband geendet hat. Das berichtet die Zeitung Corriere della sera.

    „Präsident Obama war nicht sauer, dass sein Land die WM nicht erhalten hatte, weil in den USA nur American Football beliebt ist. Die Engländer dagegen waren sehr sauer und haben ihre Wut gegen mich gerichtet. Sie haben das Feuer entfacht und die Amerikaner in dieses Spiel hineingezogen. Die Politiker haben mich angegriffen. Dann hat sich das durch diverse Agenten fortgesetzt“, zitiert die Zeitung Blatter.

    Die Briten seien unzufrieden damit gewesen, dass sie die Fußball-Weltmeisterschaft nicht erhalten hatten. „‘Wir haben den Fußball erfunden‘. Aber sie haben das faire Spiel vergessen und die Tatsache, dass man Niederlagen anerkennen muss“, sagte Blatter.

    Im Dezember 2015 hatte die Ethikkommission der Fifa Blatter für acht Jahre für alle mit dem Fußball verbundenen Tätigkeiten gesperrt. Im Februar 2016 reduzierte die Berufungskommission des Weltfußballverbandes diese Sperre auf sechs Jahre.

    Während des Korruptionsskandals im Fußball-Weltverband hatte Blatter im Juni 2015 angekündigt, von seinem Posten des Fifa-Präsidenten zurücktreten zu wollen. Am 26. Februar war er von seinem Nachfolger Gianni Infantino abgelöst worden.

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    Tags:
    FIFA, Joseph Blatter, Großbritannien