08:58 20 Juni 2019
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    Russische Schlittschuhläufer bei Olympischen Winterspielen in Sotschi (Archivbild)

    NYT berichtet: IOC stellt Bedingungen für russische Athleten – Moskau entsetzt

    © Sputnik / Waleriy Melnikow
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    Das Internationale Olympische Komitee (IOC) kann Russland nur unter gewissen Bedingungen erlauben, an den Olympischen Spielen 2018 in der südkoreanischen Stadt Pyeongchang teilzunehmen. Das berichtet „The New York Times“ unter Berufung auf die mit der Situation vertrauten Quellen.

    Nach Informationen des Blattes wird das IOC der russischen Delegation die Teilnahme unter der Bedingung erlauben, dass die Nationalhymne des Landes am Turnier nicht gespielt wird. Russischen Athleten soll es zudem verboten werden, der Eröffnungszeremonie beizuwohnen.

    Diese Bedingung bezeichnete Alexej Puschkow, Mitglied des Verteidigungs- und Sicherheitsausschusses im Föderationsrat (russisches Oberhaus), als „unzulässig“. „Ich bin überzeugt, dass die Teilnahme an den Olympischen Spielen unter dem Verbot, Russlands Nationalhymne zu spielen und dem Ausschluss aus der Eröffnungszeremonie unzulässig ist. Man darf den Triumph der Russophobie nicht unterstützen“, schrieb der Senator auf Twitter.

    Aus Sicht des Vorsitzenden des Sportausschusses der Staatsduma, Michail Degtjarjow, ist „die halbe Lösung“ — also die Zulassung von russischen Sportlern zu den Olympischen Spielen unter neutraler Flagge und ohne das Spielen der Nationalhymne — eine Beleidigung für Russland und daher unzulässig. Ziel sei einfach, die russischen Athleten zu demütigen.

    Erst Anfang November hatte das IOC bekannt gegeben, den russischen Ski-Langlauf-Olympiasieger Alexander Legkow und seinen Team-Kollegen Jewgeni Below wegen Dopings bei den Winterspielen 2014 in Sotschi lebenslang zu sperren.

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    Tags:
    zulassen, Olympische Spiele, Sportler, Teilnahme, Delegation, Flagge, Hymne, Russophobie, Internationales Olympisches Komitee (IOC), Michail Degtjarjow, Alexej Puschkow, Russland