22:55 19 Juli 2018
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    Russische Biathletin Jana Romanowa

    „Besser in den Müll werfen“: Russische Biathletin zu Medaillen-Entzug durch IOC

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    Die russische Biathletin Jana Romanowa will die ihr aberkannte Silbermedaille der Olympischen Spiele 2014 in Sotschi lieber wegwerfen, als dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) zurückzugeben. Aber natürlich nur, wenn es ihr nicht gelingen sollte, ihre Unschuld zu beweisen.

    „Wenn wir keine gerechte Entscheidung erlangen werden, werde ich die Medaille eher in den Müll werfen, als sie dem IOC zurückzugeben“, sagte Romanowa am Dienstag gegenüber russischen Medien.   

    „Ich werde meine Medaille niemals an das IOC abgeben. Sie haben einen solchen Beschluss gefasst, ohne dabei Beweise vorzulegen. Ich wurde mehrmals einer Doping-Kontrolle der Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada) und der russischen Anti-Doping-Agentur (Rusada) unterzogen. Das IOC hat einfach entschieden, dass wir in Sotschi gegen die Anti-Doping-Regeln verstoßen haben“, so Romanowa.

    Wie die Biathletin ferner ausführte, will sie ihre Medaille weiter jungen Sportlern zeigen und über einen „nicht einfachen, aber sehr interessanten Weg“ erzählen.  

    Zuvor hatte das IOC der russischen Nationalmannschaft weitere Medaillen der Olympischen Spiele 2014 in Sotschi aberkannt. Den Bobfahrern Alexej Negodailo und Dmitri Trunenkow sowie den Biathletinnen Olga Wiluchina und Jana Romanowa wurden Verstöße gegen die Anti-Doping-Regeln vorgeworfen.

    Nach Angaben des IOC-Pressedienstes wurden Wiluchina und Romanowa lebenslang gesperrt. Somit verlor Russland zwei Silbermedaillen. Auch Olga Saizewa und Jekaterina Schumilowa, die ebenfalls am Staffellauf teilgenommen hatten, werden ihre Medaillen abgeben müssen.

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    Tags:
    Entzug, Medaille, Russische Anti-Doping-Agentur (RUSADA), WADA, Internationales Olympisches Komitee (IOC), Olga Wiluchina, Dmitri Trunenkow, Alexej Negodailo, Jana Romanowa, Russland
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