12:28 18 Juli 2018
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    Nach Olympia-Suspendierung Russlands: Manch einer lechzt nach leichtem Sieg

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    Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat sein Urteil gefällt: Die Nationalmannschaft Russlands ist für die Olympia gesperrt. Die Entscheidung spielt manchen Gegnern in die Hände, wenngleich nicht alle sich eine solche Hilfe gewünscht haben. In jedem Fall ist das ein schwerer Schlag gegen Sportfreunde.

    Am stärksten dürften wohl Eishockey-Fans enttäuscht sein. „Olympia-Eishockey ohne Russland könnte mit der Suspendierung Brasiliens, Deutschlands oder Spaniens bei einer Fußball-WM verglichen werden“, sagte Daniele Amadasi, Chefredakteur der Ausgabe „Tuttohockey“, in einem Sputnik-Interview. „Russland geht jedes Jahr aus der Eishockey-WM oder aus den Olympischen Winterspielen entweder als Sieger oder als Preisträger hervor.“

    Die Internationale Eishockey-Föderation (IIHF) werde alle Register ziehen, um einer Disqualifizierung Russlands vorzubeugen. Aber die endgültige Entscheidung werde höchstwahrscheinlich nicht von der IIHF getroffen. „Ich finde es absurd, dass der Dopingskandal, von dem nur einzelne Sportler betroffen sind, im Endeffekt auch die gesamte russische Sportbewegung, die ‚sauberen‘ Sportler tangieren wird.“ Diese Situation verglich Amadasi mit Hexenjagd.

    „Wenn russische Sportler unter neutraler Flagge antreten, wird das den olympischen Eishockey-Wettkampf gewichtiger machen. Das wäre eine Art politischer Kompromiss, der aber mit dem Sport nichts gemein hat“, betonte der Chefredakteur.

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    Eishockey, IOC, Russland
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