21:05 19 Februar 2020
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    Der russische Vizepremier und Sportminister Witali Mutko hat am Mittwoch überraschend den Rücktritt von seiner Position als Cheforganisator der Fußballweltmeisterschaft 2018 in Russland erklärt.

    Konkrete Gründe für seine Entscheidung hat Mutko nicht genannt, allerdings wird ein Zusammenhang mit den andauernden Doping-Vorwürfen gegen Russland und den Vizepremier persönlich vermutet.

    Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hatte den russischen Sportminister zuvor lebenslang für Olympia gesperrt. Als Grund wurde seine Verantwortung für das angebliche systematische staatsgeförderte Doping im russischen Sport genannt. Moskau weist diese Anschuldigungen konsequent zurück.

    Möglicherweise ist Mutko auch zurückgetreten, um einen Reputationsschaden für die kommende Fußballweltmeisterschaft abzuwenden.

    Sein Amt soll zunächst der bisherige Geschäftsführer des Organisationskomitees, Alexej Sorokin, übernehmen.

    „Es gibt noch viel Arbeit. Aber ich bin absolut überzeugt, dass alles pünktlich fertig sein wird“, kommentierte Mutko den Personalwechsel.

    Er selbst werde sich nun mehr auf die „Arbeit in der Regierung“ konzentrieren.

    Bereits am Montag hatte der Politiker auch die Leitung des russischen Fußballverbandes für bis zu sechs Monate niedergelegt. Nach seinen eigenen Angaben will er die Zeit auch dazu nutzen, sich vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS in Lausanne gegen die Olympia-Sperre zu wehren.

    Die Fußball-Weltmeisterschaft findet von 14. Juni bis 15. Juli 2018 in elf russischen Städten statt. Neben Moskau sind das Kaliningrad, Sankt Petersburg, Wolgograd, Kasan, Nischni Nowgorod, Samara, Saransk, Rostow am Don, Sotschi und Jekaterinburg.

    Das erste WM-Spiel der deutschen Nationalauswahl wird am 17. Juni im Moskauer Luschniki-Stadion gegen Mexiko stattfinden. Fünf Tage davor soll das DFB-Team in Moskau eintreffen.

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    Tags:
    Rücktritt, Fußball, Doping, Fußball-WM 2018, Russischer Fußballverband (RFS), Witali Mutko, Russland