20:18 16 Juli 2018
SNA Radio
    Stadion Luschniki

    DFB-Chef schwärmt von Luschniki-Stadion und von Sotschi

    © Sputnik / Ramil Sitdikow
    Sport
    Zum Kurzlink
    0 267

    Am Mittwochabend besuchte DFB-Präsident Reinhard Grindel die russische Botschaft in Berlin. Vor der versammelten Hauptstadtpresse zog er eine rote Linie zwischen Sport und Politik. Er lobte den Gastgeber Russland und mahnte zum fairen Umgang in den Stadien.

    Anlass des Berlin-Besuchs von DFB-Präsident Reinhard Grindel war eine Präsentation zur Fußball-Weltmeisterschaft. Über Grindels Aussagen zur Politik haben wir an anderer Stelle schon berichtet. Jetzt widmen wir uns dem Sport und dem Gastgeberland.

    Symbol der Fußball-WM in Russland (Archiv)
    © Sputnik / Michail Woskresenski
    In Anwesenheit von Botschafter Sergej Netschajew und WM-Organisationschef Alexej Sorokin sagte Grindel, Deutschland habe bei der WM-Auslosung großes Glück gehabt. Das bezog er auch auf die Stadien, in denen der Titelverteidiger seine drei Gruppenspiele bestreiten wird: „Im Moskauer Luschniki-Stadion gegen Mexiko zu spielen – besser geht es nicht.“ Das sei eine fantastische Arena. Einen schöneren Austragungsort für den Start in das Turnier könne man sich nicht wünschen. Auch Sotschi und Kasan seien tolle Stätte. An die Stadt am Schwarzen Meer hat der DFB-Chef noch gute Erinnerung: „Beim Confederations Cup im vergangenen Jahr sind wir von der Bevölkerung außerordentlich freundlich empfangen worden.“

    Zudem begreift Grindel das Turnier in Russland als Chance für eine bessere Völkerverständigung:

    „Eine Weltmeisterschaft ist eine Plattform für zahlreiche Begegnungen. Sie kann das Bild von Russland verändern, das haben wir in Deutschland auch erlebt.“

    Im Rahmen des „Sommermärchens 2006“ habe sich Deutschland mit einem Patriotismus präsentiert, der alle eingeschlossen habe. Viele junge Menschen hätten durch die Weltmeisterschaft ein anderes Bild von Deutschland bekommen und durch die sozialen Medien zahlreiche neue Kontakte geknüpft.

    Verantwortung gegenüber Russland

    Allerdings mahnte der DFB-Chef:

    „Wir wollen friedliche Spiele. Russland hat Maßnahmen gegen Hooligans ergriffen. Wir begrüßen das.“

    Hass und Gewalt hätten im Stadion nichts zu suchen. Deutschland habe gegenüber Russland eine historische Verantwortung. Darum finden während und im Vorfeld des Turniers zahlreiche Aktionen statt. In Wolgograd treffen am 8. Mai die Jugend-Nationalmannschaften (U18) der beiden Länder aufeinander. Die beiden Fußballverbände arbeiten eng zusammen und sollen gut vorbereitet sein.

    Das bestätigte auch Alexej Sorokin. Der WM-Cheforganisator sagte, es werde unter anderem in Moskau Public Viewings und jede Menge Programm geben, angereichert mit Kultur und Unterhaltung, damit den Besuchern aus aller Welt auch zwischen den Spielen etwas geboten wird. Als Vorbild für die russische WM-Organisation nannte Sorokin die WM-Feste in Deutschland von 2006.

    Zum Thema:

    Trotz antirussischer Kampagne: Die meisten Fans der Fußball-WM kommen aus USA
    Japan entlässt seinen Cheftrainer zwei Monate vor WM 2018
    WM-Spiele 2018 in Jekaterinburg: 85 Prozent aller Hostels ausgebucht
    WM-2018: Flughafen Kolzowo installiert riesige Smartphones
    Tags:
    Befürwortung, Fans, Besuch, Hooligans, ConfedCup 2017, Fußball-Weltmeisterschaft 2018 in Russland, Fußball-WM 2018, Russische Botschaft in Berlin, Deutscher Fußball-Bund (DFB), FIFA, Sergei Netschajew, Reinhard Grindel, Alexej Sorokin, Sotschi, Deutschland, Moskau, Russland
    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren