08:43 18 Oktober 2018
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    Hajo Seppelt (Archivbild)

    Russland verweigert Seppelt Einreise: „Doping-Experte“ darf nicht zu Fußball-WM 2018

    © Sputnik / Elena Sobol
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    Russland hat dem ARD-Doping-Experten Hajo Seppelt die Einreise verweigert. Darüber berichten deutsche Medien am Freitag.

    Medienberichten zufolge wurde das vom SWR für den 55-jährigen Journalisten beantragte Visum für ungültig erklärt. Laut der ARD wurde Seppelt auf die Liste der in Russland „unerwünschten Personen" gesetzt.

    Der ARD-Programmdirektor Volker Herres habe nach eigenen Angaben diese Nachricht „mit großem Unverständnis" zur Kenntnis genommen.

    Mit seinen Dokumentationen über Doping im russischen Sport hatte Seppelt zur Einleitung der Ermittlungen der Welt-Antidoping-Agentur zu dem angeblichen staatlichen Dopingsystem in Russland beigetragen. Dabei stützte sich die WADA auf die Aussagen ihres russischen Informanten Grigori Rodtschenkow, der später seine Vorwürfe gegen russische Athleten teilweise zurücknahm.

    Am Freitag übergab das russische Ermittlungskomitee der WADA Dokumente, die die Behauptungen des Wada-Informanten Grigori Rodtschenkow über das angebliche Austauschen von Dopingproben russischer Sportler bei den Olympischen Spielen 2014 in Sotschi widerlegen sollen.

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    Tags:
    Einreise, Visa, Verweigerung, Doping, Fußball-WM 2018, Welt-Antidoping-Agentur (WADA), ARD, Hajo Seppelt, Deutschland, Russland