23:18 20 Juni 2018
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    Nigerias Botschafter in Moskau Steve Davies Ugbah

    Willkommen in Russland: „Hier gibt es kein Rassismus-Problem“ – Nigerias Botschafter

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    In Russland gibt es kein Problem mit Rassismus. Ausländer werden sich während der bevorstehenden Fußball-Weltmeisterschaft selbst davon überzeugen können. Diese Meinung äußerte der nigerianische Botschafter in Moskau, Steve Davies Ugbah, am Freitag bei einem Pressegespräch.

    „Rassismus ist eine sehr ersthafte Frage, die ja den Geist und die Konzentration verletzt. Wenn Rassisten Spieler überfallen, ist es unehrlich gegenüber dem Spiel. Ich bin froh, dass der Internationale Fußball-Verband Fifa kräftig gegen mit Rassismus verbundene Fälle ermittelt“, erklärte Ugbah.

    Wie der Diplomat ferner ausführte, haben Menschen mit dunkler Hautfarbe zurzeit für ihre Sicherheit nicht nur in Moskau, sondern auch in ganz Russland nichts zu befürchten.

    „Jetzt wohne ich in Moskau und habe keine Angst, spazieren zu gehen. Ich würde Fans mit dunkler Hautfarbe empfehlen, in Bezug auf Rassismus nicht beunruhigt zu sein. Das Sicherheitsniveau im Land gibt mir den Grund, dies zu behaupten“, fügte er hinzu.

    Seiner Ansicht nach sind viele Ängste auf wackelige Geschichten aus dem Netz zurückzuführen.     

    „Ja, einige Storys konnten noch vor 20 Jahren wirklich vorkommen. Seither hat sich die Gesellschaft entwickelt, ist toleranter geworden. Die Russen reisen jetzt viel durch die Welt und machen sich mit verschiedenen Kulturen vertraut“, so der Botschafter.

    Im Ausland herrsche eine falsche Einschätzung zu Russland, besonders hinsichtlich des Rassismus-Problems. Zudem wurde Ugbah seinen eigenen Worten zufolge auch in der eigenen Familie mit einer falschen Vorstellung von Russland konfrontiert.

    So habe sich sein Sohn im Alter von 13 Jahren zuerst geweigert, nach Russland überzusiedeln, da er dies für nicht ungefährlich gehalten habe.

    Nach einem kurzen Russland-Besuch habe er aber beschlossen, in diesem Land zu bleiben, weil er mit eigenen Augen gesehen habe, wie sich die reale Situation von den Internet-Storys unterscheide.

    „Meine 16-jährige Tochter behauptet, dass eine Schule in Moskau jetzt sicherer sei als die in den USA, in die sie gegangen sei“, sagte er abschließend.

    Die Fußball-WM findet vom 14. Juni bis zum 15. Juli 2018 in elf russischen Städten statt: Moskau, Kaliningrad, St. Petersburg, Kasan, Wolgograd, Nischni Nowgorod, Samara, Saransk, Rostow am Don, Sotschi und Jekaterinburg.

     

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