11:21 17 Oktober 2018
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    Deutsche Fußball-Fans während des Spiels der Nationalmannschafts Deutschlands gegen Mexiko

    Deutsche Fans urteilen: „Zu viele satte Spieler auf dem Platz“

    © AFP 2018 / Tobias SCHWARZ
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    Matthias Witte
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    Bei deutschen Fans hängt die Auftaktniederlage bei der WM in Russland noch nach. Die Enttäuschung über die Leistung der Nationalmannschaft ist groß. Gegen Schweden muss am Samstag unbedingt ein Sieg her. Sonst könnte es „Do svidaniya, Russland“ heißen.

    Sven aus dem Ruhrgebiet ist auf dem Roten Platz unterwegs. Sightseeing. Wenn er an das Eröffnungsspiel denkt, verschlechtert sich seine Laune: „Abhaken, ich will darüber nicht mehr reden!“ Stattdessen guckt er nach vorne: „Gegen Schweden wird‘s anders. Da müssen wir gewinnen. Und das werden wir auch. Da wird sich die Mannschaft ganz anders präsentieren. Hallo, wir sind Weltmeister!“

    „Desaströs, kein Zeichen von Hoffnung zu erkennen“

    Wesentlich zurückhaltender äußert sich Tom Roeder. Am Sonntag vor dem Spiel gegen Mexiko war der Betreuer beim „Fan Club Nationalmannschaft“ noch voller Optimismus. Den hat die deutsche Auftaktleistung erst einmal weggewischt: „Das war desaströs. Da war kein Zeichen von Hoffnung zu erkennen“, fällt Roeder sein ziemlich vernichtendes Urteil. „Es standen zu viele satte Spieler auf dem Platz. Die junge Mannschaft, die im vergangenen Jahr hier in Russland den Confederation Cup gewonnen hat, die hätte Mexiko 3:1 geschlagen.“

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    Diese Aussage ist hypothetisch, das weiß der Fan auch. Was dagegen Fakt ist: Gegen Schweden am Samstag braucht Deutschland einen Sieg. Bei einem Unentschieden droht das Aus.

    Nun haben sich die Schweden bei ihrem knappen 1:0 Sieg gegen Südkorea auch nicht mit Ruhm bekleckert. „Aber gegen Deutschland, gegen den Weltmeister, das ist ein anderes Level.“ Roeder vermutet, dass sich die Skandinavier steigern werden. Zumal ihnen entgegenkommen dürfte, dass sie gegen die DFB-Elf aufgrund der Konstellation abwartend spielen können.

    Für Roeder steckt in diesem Turnier viel Arbeit. Schon Monate vorher muss er für etwa 40 Fans Flüge und Hotelzimmer buchen und dabei um die Preise feilschen. Jeder Fußballfan bezahlt für Unterkünfte, Flüge, Transfers und Tickets einen mittleren vierstelligen Betrag für den 20-Tage-Trip durch Russland.

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    Am Dienstag ist der Tross in Sotschi gelandet. Am Schwarzmeer-Strand steht erst einmal Abkühlen auf dem Programm. Roeder tut nach eignen Angaben alles, „damit die Reise für jeden ein unvergessliches Erlebnis wird“. Die Spiele gewinnen kann er nicht, das müssen die Nationalspieler. Die Fans hoffen, dass sie am Samstag wieder hungrig sind.

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    Tags:
    Fans, Niederlage, Enttäuschung, Weltmeister, Nationalmannschaft, Fußball-Weltmeisterschaft 2018 in Russland, Confederations Cup, Deutscher Fußball-Bund (DFB), Schweden, Mexiko, Russland, Deutschland