04:48 25 September 2018
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    Rafael Márquez (Archiv)

    Team-Kapitän Márquez: Mexikanische Fußballlegende gerät unter US-Sanktionen

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    Bei seiner fünften WM-Teilnahme wird der legendäre mexikanische Fußballspieler und Kapitän der Nationalmannschaft von Mexiko, Rafael Márquez, von einer dunklen Geschichte verfolgt. Sein Name steht seit August 2017 auf einer schwarzen Liste des US-Finanzministeriums, schreibt „The New York Times“.

    Den US-Behörden zufolge ist Marquez, der in der Heimat „El Kaiser de Michoacán“ genannt wird, in Drogen-Geschäfte verstrickt. Er soll dem Drogenbaron Raul Flores Hernandez geholfen haben, über mehrere Firmen, die auf Marquez registriert seien, Geld aus dem Drogenhandel in die USA zu waschen. Obwohl ihm strafrechtlich nichts vorgeworfen wurde, ist der Fußballspieler mit einem Einreiseverbot belegt. Sein Vermögen in den USA hat das Finanzministerium eingefroren.

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    Márquez weist die Vorwürfe zurück. Dennoch müssen sich US-Bürger, —Unternehmen und —Banken von ihm fernhalten, so das Blatt. Deshalb dürfe er zum Beispiel nicht vor US-Markenlogos wie Coca-Cola, Budweiser oder McDonald's fotografiert werden oder eine Wasserflasche mit US-Markenlogos benutzen. Es gibt auch keine Logos von US-Sponsoren auf der Vorderseite von Marquez’ Shirt.

    Der 39-Jährige darf mit US-Bürgern nicht kontaktieren und beispielweise auch von keinem Amerikaner interviewt werden. Um mögliche Verstöße gegen die US-Sanktionen zu vermeiden, musste Márquez allein in einem Zimmer getrennt von seinem Team wohnen.

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    Laut der Zeitung stimmte der Spieler zu, für die Teilnahme am WM-Turnier keine Bezahlung zu erhalten. Sonst könne es Schwierigkeiten für die Banken geben.

    Márquez wurde während der Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien zum Man of the Match gewählt. Es sei jedoch höchst unwahrscheinlich, dass er diesmal auch bei einem besonders guten Auftritt die Trophäe bekomme. Der Preis „Man of the Match“ werde von der US-Biermarke Budweiser gesponsert, die nach US-Gesetzen mit Márquez nicht kontaktieren dürfe, so „The New York Times“.

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    Tags:
    Preis, Sanktionen, Drogenmafia, Drogenhändler, Drogenhandel, Drogenbosse, Drogen, Fußballspieler, Fußballspiel, Fußball-Nationalspieler, Fußball, Sportler, Sportart, Sport, Fußball-WM 2018, Russische Föderation, Russland, USA, Mexiko