15:48 23 Juli 2018
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    WM-Schiedsrichter Dr. Felix Brych beim Spiel Serbien gegen die Schweiz

    Serbien „verpfiffen“? Auch deutscher WM-Schiri muss nach Hause

    © Sputnik / Elena Rusko
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    Nach der Nationalmannschaft hat nun auch der letzte aktive deutsche Teilnehmer bei der Weltmeisterschaft seine Koffer gepackt. Die FIFA schickt den deutschen WM-Schiedsrichter Dr. Felix Brych zurück. Der hatte nach dem Spiel Serbien gegen die Schweiz auf eine weitere Spielleitung gehofft.

    Brych gilt als einer der besten Schiedsrichter in Europa. Trotzdem geht für ihn die WM in Russland nach nur einem Einsatz zu Ende. Am Donnerstag macht sich Brych auf in seine Heimat München. „Der Verlauf der WM ist für mich und mein Team natürlich eine herbe Enttäuschung. Aber das Leben geht weiter und wir kommen wieder“, wird der Schiedsrichter in einer Mitteilung des Deutschen Fußball-Bunds (DFB) zitiert.

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    Möglicherweise hat Brychs einziger WM-Auftritt die FIFA nicht überzeugt. Der 42-jährige leitete in der Vorrunde das Spiel zwischen Serbien und der Schweiz (1:2). Dabei ging es heiß her. Brych versagte den Serben einen Foulelfmeter, was deren Nationaltrainer Mladen Krstajic auf die Palme brachte: „Ich würde ihn nach Den Haag schicken“, sagte der ehemalige Profi von Schalke 04 und Werder Bremen. „Dort sollte ihm so der Prozess gemacht werden, wie sie uns den Prozess gemacht haben“, fauchte Krstajic in Anspielung auf den Sitz des Kriegsverbrecher-Tribunals für das ehemalige Jugoslawien. Für diese Äußerung bestrafte ihn die FIFA mit einer Geldstrafe von 4340 Euro. Serbien schied aus dem Turnier aus.

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    „Offensichtlich wurde Felix' schwierige und strittige Elfmeter-Entscheidung von der Fifa als so schwerwiegend bewertet, dass es keine weiteren Ansetzungen mehr für ihn gab. Ob das gerechtfertigt ist, müssen unsere Experten bewerten. Wir müssen diese Entscheidung akzeptieren“, sagte DFB-Vizepräsident Ronny Zimmermann, der für Schiedsrichter zuständig ist.

    Mit Brych verabschiedet sich der letzte aktive deutsche WM-Teilnehmer aus Russland. Lediglich die beiden Video-Assistenten Felix Zwayer und Bastian Dankert bleiben noch.

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    Spiel, Fußball, Fußball-Weltmeisterschaft 2018 in Russland, FC Schalke 04, FIFA, Schweiz, Deutschland, Serbien, Russland
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