08:05 22 August 2018
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    IAAF: Russischer Leichtathletik-Verband bleibt weiter gesperrt

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    Der Leichtathletik-Weltverband IAAF hat die Sperre gegen den russischen Leichtathletik-Verband (RUSAF) verlängert. Das ist das Ergebnis einer Council-Sitzung des Weltverbands am Freitag in Buenos Aires.

    Wie Rune Andersen, Chef der für den Fall Russland zuständigen IAAF-Taskforce, sagte, wurde diese Entscheidung einstimmt getroffen. Ihm zufolge hat Russland die Kriterien für eine Aufhebung der Sperre nicht erfüllt. 

    „Der russische Leichtathletik-Verband hat in einigen Schlüsselpunkten Fortschritte gemacht. In einigen Aspekten hat er unsere Erwartungen übertroffen. Für die Aufhebung der Sperre ist aber ein größerer Fortschritt erforderlich“, so Andersen.

    Im November 2015 hatte die Kommission der Welt-Antidopingagentur WADA Russland auf einer Pressekonferenz in Genf zahlreiche Verstöße gegen die Anti-Doping-Regeln vorgeworfen und dem Leichtathletikverband IAAF ein Startverbot für alle russischen Leichtathleten empfohlen.

    Grund für den Skandal sind nach WADA-Darstellung Manipulationen von Sportlerproben durch die russische Anti-Doping-Agentur RUSADA. Das soll unter der Aufsicht des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB erfolgt sein. Wenige Tage vor der WADA-Prüfung hatte Georgi Rodtschenkow, damals Mitarbeiter des russischen Doping-Kontrollbüros, 1.417 Proben russischer Sportler vernichtet. Allerdings wohl kaum, um den Ruf seines Landes, sondern allein um seine eigene Haut zu retten und seine eigene Verwicklung in die Doping-Affäre zu vertuschen.

    Nach der Veröffentlichung des WADA-Berichtes verließ Rodtschenkow seinen Posten, Anfang 2016 reiste er in die USA aus.

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    Tags:
    Verlängerung, Sperre, Welt-Antidoping-Agentur (WADA), Russische Anti-Doping-Agentur (RUSADA), IAAF, RUSAF, Rune Andersen, Grigori Rodtschenkow, Russland