11:57 08 Dezember 2019
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    Der österreichische Langläufer Johannes Dürr (Archivbild)

    NADA-Statement zu Dopingfall Dürr: „Haben den Athleten kontaktiert“

    © AFP 2019 / Alberto Pizzoli
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    Nach seinem Doping-Geständnis in der ARD-Dokumentation „Die Gier nach Gold – Der Weg in die Dopingfalle“ ist der österreichische Langläufer Johannes Dürr nun von der NADA kontaktiert worden. Die Nationale Anti-Doping-Agentur will an mögliche Hintermänner in Deutschland rankommen.

    Wie Sputnik bereits am Freitag berichtete, hat die Nationale Anti-Doping-Agentur den Dopingfall Johannes Dürr zur Anzeige gebracht. Die zuständige Staatsanwaltschaft München hat daraufhin ein Ermittlungsverfahren gegen Unbekannt wegen Anwendung von Dopingmethoden eingeleitet.

    Auf Anfrage von Sputnik kommentiert die NADA den Dopingfall in einer schriftlichen Stellungnahme wie folgt:

    „Es ist traurig, dass ein junger Mensch sich für einen solchen Weg entschieden hat, ohne jemals an die Konsequenzen, insbesondere für seine Gesundheit zu denken. Unser Präventionsansatz „Gemeinsam gegen Doping“ besteht darin, sich genau mit diesen Entscheidungen im Krisenfall und anderen möglichen Situationen, die Doping begünstigen, auseinanderzusetzen und alternative Lösungsmöglichkeiten zu entwickeln. Das Präventionsteam der NADA wird die im Film genannten Situationen daher auch weiter im Rahmen ihrer Präventionsmaßnahmen aufgreifen.“

    Der Athlet sei sanktioniert worden, heißt es weiter. Das Kontrollsystem habe somit gegriffen.

    „Die nun im Film erstmals von Herrn Dürr genannten Sachverhalte, die Deutschland betreffen, werden von uns gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft verfolgt. Insbesondere geht es dabei um mögliche Hintermänner aus Deutschland. Wir haben den Athleten dafür zudem auch kontaktiert.“

    Der österreichische Langläufer Johannes Dürr ist bei den Olympischen Winterspielen in Sotschi 2014 des Dopings mit dem Präparat EPO überführt und für zwei Jahre gesperrt worden. In der am Donnerstag in der ARD ausgestrahlten Dokumentation „Geheimsache Doping: Die Gier nach Gold – Der Weg in die Dopingfalle“ berichtete der Sportler außerdem über systematisches Eigenblutdoping. Die Behandlungen haben laut Dürr auch auf deutschem Boden stattgefunden. Die Namen der Beteiligten wollte der Sportler bei seinem Geständnis jedoch nicht nennen.

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    Tags:
    Ermittlung, Skilanglauf, Enthüllung, Doping, Olympische Winterspiele 2014 in Sotschi, IOC, WADA, ARD, Österreich