23:13 07 Dezember 2019
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    Michael Schumacher beim Großen Preis Belgiens 1991 (Archivbild)

    Dieses einzige Wort bestimmte die Laufbahn von Michael Schumacher – Medien

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    Michael Schumacher ist der ganzen Welt als siebenfacher Weltmeister der Formel-1-Rennen und Legende des Motorsports bekannt. Doch die vom britischen Fachportal Autosport veröffentlichten Dokumente werfen Licht auf einen fast geschehenen alternativen Ausgang seiner Karriere.

    Trotz Leistungen in Unterserien und einer Reihe von kräftigen Sponsoren, u.a. Mercedes-Benz, wurde dem 22-jährigen Talent in seiner Debütsaison 1991 lange kein Fahrersitz bei Formel-1 vertraut. Dank eines Zufalls, als der Stammfahrer des Jordan-Rennstalls Bertrand Gachot eine Gefängnisstrafe wegen einer Schlägerei verbüßte, bekam Schumacher endlich die Chance, beim Großen Preis von Belgien zu starten.

    In seinem ersten Grand Prix wurde er überraschenderweise zum Siebten im Qualifying und weckte damit das Interesse von stärkeren Teams. Schon für das nächste Rennen wechselte Michael zu Benetton, dem viertstärksten Rennstall im Peloton, was einen großen Skandal auslöste. Der Besitzer von Jordan-Team und der ehemalige Arbeitgeber Schumachers Eddie Jordan legte den von dem Deutschen unterzeichneten dreijährigen Vertrag vor und verbot dem Rennfahrer gerichtlich, für jemanden anderen zu fahren.

    Die Unterzeichnung dieser entrechtenden Vereinbarung mit Jordan war eine der entscheidenden Bedingungen für Schumachers Debüt, doch eine Kleinigkeit hatte Eddie Jordan nicht im Blick. Wie aus der vom britischen Portal „Autosport“ veröffentlichten Kopie dieses Vertrages hervorgeht, hatte Schumacher eine zweideutige Formulierung genutzt, die später seinen Juristen ermöglichte, den Vertrag für illegitim zu erklären.

    So schrieb der Deutsche in der Ermächtigung „I will sign A driver agreement“ anstatt „The driver agreement“, was im Englischen einen ganz anderen Sinn ergibt. Genauso wie mit den deutschen bestimmten und unbestimmten Artikeln bedeutet der Ausdruck „a driver agreement“, dass Michael keine konkrete Tätigkeit als Rennfahrer seinerseits dem Jordan-Team versprach. Dank dieses Satzes könnte Schumacher zum Beispiel ein Mittagessen mit Eddie Jordan haben oder mit Mechanikern des britischen Teams mal reden, musste aber keinesfalls für Jordan an Rennen teilnehmen.

    Damit gelang Schumacher, seine „Flucht“ zu Benetton abzuschließen und bereits zwei Jahre später den ersten Titel zu gewinnen. Sein erstes Team wurde in der selben Zeit zu einem der Outsider wegen der besonders unzuverlässigen Yamaha-Motoren, die Eddie Jordan wegen hohen Geldzuschüssen seitens der Japaner gewählt hatte.

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    Tags:
    Karriere, Weltmeister, Vertrag, Formel 1, Rennen, Motorsport, Mercedes, Ferrari, Mercedes-Benz, Michael Schumacher, Belgien, Japan, Italien, Großbritannien, Deutschland