18:50 05 Juli 2020
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    Beim derzeit stattfindenden Biathlon-Weltcup im kanadischen Canmore sorgt eine DDR-Flagge für Aufregung und Belustigung. Haben die Veranstalter ihre Hausaufgaben in Geschichte nicht gemacht? Im Gegenteil. Es geht um Geschichte.

    Gerade findet bei eisigen Temperaturen im kanadischen Canmore der Biathlon-Weltcup statt. Manche Fans und Athleten dachten dort am Donnerstag, sie seien im falschen Film: Auf dem Wettkampfgelände flattert munter eine DDR-Flagge mit Hammer, Zirkel und Ährenkranz.

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    Während das DDR-Emblem in Deutschland nur noch selten zu sehen ist, weht die Flagge des Arbeiter- und Bauernstaates in Kanada permanent als Ehrensymbol. Erinnert werden soll damit an ein Ereignis, das schon mehr als drei Jahrzehnte zurückliegt, wie Weltcup-Sprecherin Viktoria Franke gegenüber der „Bild“ erklärte: „Die Fahnen erinnern an die Olympischen Spiele 1988 in Calgary.“

    Damals wurden auch die Biathlon-Wettkämpfe in Canmore ausgetragen. Die DDR war 1988 die erfolgreichste Nation hinter der Sowjetunion. Im Eiskunstlaufen dominierte Katharina Witt und beim Biathlon gewann Frank-Peter Roetsch Gold für die DDR.

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    Die Flaggen der erfolgreichsten Nationen der Olympischen Spiele 1988 hängen bis heute in Canmore. Warum die Flagge der Sowjetunion fehlt? „Die hat der Wind herunter gerissen“, sagte Franke der „Bild“.

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    Tags:
    Flagge, Skandal, Biathlon, Weltcup, DDR