11:56 25 April 2019
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    Iranische Fußballspielerin (Archivbild)

    Wegen Israel-Konflikt: Lässt die Politik Irans Olympia-Hoffnungen platzen?

    © AFP 2019 / Behrouz Mehri
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    Um sich für die Olympischen Spiele 2020 in Tokio zu qualifizieren, müssen die Frauenfußball-Nationalmannschaften Qualifikationsspiele in den von Israel besetzten palästinensischen Gebieten bestreiten. Für die iranischen Fußballerinnen könnte der Traum von der Olympia-Teilnahme damit schon frühzeitig ausgeträumt sein.

    Am 9. April beginnen die Qualifikationsspiele der Fußball-Frauen für Olympia 2020 im Al-Ram, einer palästinensischen Stadt nordöstlich von Jerusalem. Wie DPA unter Berufung auf die Nachrichtenagentur Isna berichtet, könnte dieser Austragungsort zum Problem für die iranischen Fußballerinnen werden. Denn um nach Al-Ram zu gelangen, müssten sie Visa bei Irans Erzfeind Israel beantragen und israelisches Gebiet überqueren oder die von Israel kontrollierte Grenze zu Jordanien passieren. Iranische Gesetze verbieten dies jedoch.

    „In unserem Pass steht klar und deutlich, dass Iraner nicht in die besetzten palästinensischen Gebiete (Israel) einreisen dürfen“, zitiert DPA Hussein Abdi, den technischen Berater der Frauenmannschaft.

    Beim asiatischen Fußballverband AFC habe der Iran mehrfach auf das Problem hingewiesen und die Verlegung des Austragungsortes verlangt, bisher jedoch keine Antwort bekommen.

    Im Iran ist es den Bürgern seit vierzig Jahren untersagt, nach oder durch Israel zu reisen. Das Verbot erstreckt sich auch auf Spitzensportler, die auch nicht gegen israelische Sportler und Mannschaften antreten dürfen.

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    Tags:
    Visa, Verweigerung, Teilnahme, Fußball, Olympia 2020 in Tokio, IOC, Gazastreifen, Jerusalem, Israel, Palästina, Iran