15:44 25 April 2019
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    Der ehemalige DFB-Präsident Reinhard Grindel (Archivbild)

    Staatsanwaltschaft prüft Verdacht gegen Ex-DFB-Chef Grindel

    © AFP 2019 / Christof STACHE
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    Dem zurückgetretenen DFB-Präsidenten Reinhard Grindel droht wegen der beim Zoll nicht deklarierten Einfuhr einer Luxus-Uhr juristischer Ärger.Gegen den 57-Jährigen läuft bei der Staatsanwaltschaft Frankfurt eine Verdachtsprüfung.

    Dies teilte Pressesprecherin Nadja Niesen am Freitag auf Anfrage der Deutschen-Presse-Agentur (dpa) mit.

    Sollte sich der Verdacht erhärten, würde die Staatsanwaltschaft Ermittlungen einleiten.

    Am 2. April verkündete Grindel seinen Rücktritt als Präsident des Deutschen Fußball-Bundes. Später wurde berichtet, dass er zum ZDF zurückkehren könnte, wo er einst als Studioleiter tätig war.

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    Die Kritik am Ex-DFB-Präsidenten war in den vergangenen Wochen immer größer geworden. Grindel hatte als Aufsichtsrat beim Deutschen Fußballbund nach übereinstimmenden Medienberichten heimlich zusätzlich zu seinem Gehalt 78 000 Euro kassiert. Diesbezüglich hatte Grindel ein TV-Interview abgebrochen. Sein Verhalten stieß in den sozialen Netzwerken auf Empörung und Spott. Endgültig gestolpert ist Grindel aber über eine Luxusuhr. Diese hatte er 2017 von einem ukrainischen Oligarchen, der zu dieser Zeit Mitglied des UEFA-Exekutivkomitees war, zum Geburtstag bekommen. Grindel versäumte allerdings, die Uhr beim Zoll anzumelden.

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    Mit dem Fall wird sich am kommenden Mittwoch auch die DFB-Ethikkommission beschäftigen, so dpa.

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    Tags:
    Deutscher Fußball-Bund (DFB), Reinhard Grindel, Frankfurt am Main