14:02 10 Dezember 2019
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    Michael Schumacher in Stammzellenbehandlung? Herzchirurg dementiert „Experementalmethoden“

    © AP Photo / Victor Caivano
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    Der Arzt des verunglückten siebenmaligen Formel-1-Weltmeisters Michael Schumacher, Professor Philippe Menasché, hat über die Methoden, mit denen er die Formel-1-Legende behandelt, gesprochen. Das Nachrichtenportal Marca zitiert den weltbekannten Herzchirurgen.

    Demnach hat Menasché Medienberichte, wonach Michael Schumacher mit unreifen Experementalmethoden behandelt werde, klar dementiert.

    Die experimentelle Phase der angewendeten Zellbehandlung habe bereits vor zwei Jahren geendet.

    Wie der Herzchirurg betonte, habe es in den letzten 20 Jahren große Fortschritte bei der Stammzellenforschung gegeben. Die Behandlung der deutschen Formel-1-Legende habe allen Standards entsprochen, es sei aber sofort klar gewesen, dass „Wunder mit ihm nicht passieren konnten“.

    „Ich vollbringe keine Wunder. Wir machen keine Experimente mit meinem Team, das ist ein widerliches Wort, das nicht meiner Vision von Medizin entspricht“, zitiert Marca den Arzt.

    Zugleich betont dieser auch, dass man „in Wahrheit immer noch sehr wenig über Stammzellen“ wisse.

    Was zuvor geschah

    Schumacher hatte Ende Dezember 2013 bei einem Skisturz im französischen Meribel ein schweres Schädel-Hirn-Trauma erlitten. Seitdem wird er von der Öffentlichkeit abgeschirmt behandelt.

    Seine Familie und Freunde gehen dabei mit Informationen zu seinem Gesundheitszustand äußerst vorsichtig um und geben keine Details bekannt.

    Dennoch sickern regelmäßig Informationen zumindest zu seinem Aufenthaltsort durch. So hatten verschiedene Medien im Februar 2019 berichtetet, dass Schumacher und seine Familie die Villa in Genf verlassen hätten und nach Mallorca gefahren seien, wo sie die Winterferien verbracht hätten.

    Anfang September kamen zudem Meldungen auf, dass der Ex-Formel-1-Weltmeister für eine Stammzellentransplantation in die renommierte Pariser Klinik „Georges Pompidou European Hospital“ gebracht worden sei.

    Laut der „Le Parisien“ kam er dort in die Abteilung für Herz- und Gefäßchirurgie, wo er von Philippe Menasché, einer Koryphäe auf seinem Fachgebiet, einer Zelltherapie unterzogen werden sollte.

    Menasché gilt als ein Weltklasse-Experte in seinem Fachgebiet. Beispielsweise war er der erste Chirurg der Welt, der 2014 embryonale Stammzellen in das Herz eines Infarkt-Patienten transplantierte.

    ng/mt

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    Tags:
    Krankenhaus, Frankreich, Paris, medizinische Behandlung, Behandlung, Stammzellen, Schädel-Hirn-Trauma, Skiunfall, Formel 1, Michael Schumacher