01:11 22 November 2019
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    IOC-Präsident Thomas Bach am 02. Oktober 2019 in der Schwiez (Archiv)

    „Wir vertrauen der WADA“ – IOC-Chef Bach zu Startrecht russischer Athleten in Tokio

    © REUTERS / DENIS BALIBOUSE
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    IOC-Präsident Thomas Bach (65) legt die Entscheidung darüber, ob russische Athleten bei den Olympischen Spielen 2020 in Tokio starten dürfen, in die Hände der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA und des Internationalen Sportgerichtshofes CAS.

    „Das Prozedere liegt in den Händen der WADA und des CAS, weil sich die Regularien seit den Winterspielen in Pyeongchang geändert haben. Ich kenne die Details nicht genau. Wir vertrauen der WADA, es liegt in ihren Händen“, sagte der Chef des Internationalen Olympischen Komitees am Sonntag laut DPA bei den Turn-Weltmeisterschaften in Stuttgart.

    Trotz eines allgemeinen Banns, den der Internationale Leichtathletik-Verband (IAAF) gegen russische Sportler ausgesprochen hatte, sind bei der Leichtathletik-WM in Doha einzelne russische Athleten unter neutraler Flagge angetreten.

    Im Lichte der anhaltenden Doping-Vorwürfe gegen russische Sportler sowie des Verdachts auf systematisches, staatlich gelenktes Doping, wie im McLaren-Bericht behauptet, bemüht sich Russland um die Rehabilitation seines Rufes als Sportnation.  Wie Russlands Präsident Wladimir Putin jüngst bei der Sportkonferenz „Russland – eine Sportmacht“ unterstrich, bemühten sich russische Athleten darum, „Mängel in Bezug auf Antidoping-Themen“ zu beheben. Russland kooperiere aktiv mit der WADA, deren Anforderungen in vollem Umfang erfüllt werden würden, so Putin.

    Nach dem Entzug der Rechte durch die WADA hatte sich zudem die russische Anti-Doping-Agentur RUSADA neu aufgestellt und der WADA Zugang zu den zuständigen Moskauer Labors gewährt.

    Die Welt-Anti-Doping-Agentur zweifelt jedoch an der Echtheit der Daten aus dem Moskauer Dopingkontrolllabor; es besteht der Verdacht, dass positive Dopingproben manipuliert worden sind.

    Während der neue RUSADA-Chef, Jurij Ganus, von einer „Tragödie für den russischen Sport“ und einem „Tiefpunkt“ spricht, gibt sich Sportminister Pawel Kolobkow angesichts der WADA-Ermittlungen gelassen und versichert die Zusammenarbeit seitens Russlands:

    „Woraus diese Ungereimtheiten bestehen und womit sie zusammenhängen, werden die IT-Experten beider Seiten klären, sie arbeiten schon jetzt zusammen. Wir garantieren, dass wir unterstützen, wo wir können.“

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    Tags:
    Vorwürfe, Doping, IOC, WADA, Russland