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18:14 12 November 2019
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    Künftig keine Auswärtsspiele der DFB-Elf in Frauen diskriminierenden Ländern

    © AP Photo / Michael Probst
    Sport
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    Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft will künftig bei der Auswahl von Länderspielreisen noch stärker die politische und gesellschaftliche Lage im Gastgeberland berücksichtigen. Laut DFB-Präsident Fritz Keller müssen die eigenen Werte klar definiert sein.

    Der DFB-Präsident hat in einem Beitrag für die Zeitung „Die Welt“ das Bestreben des Deutschen Fußballbundes geäußert, sich in Zukunft stärker mit komplexen Fragen auseinanderzusetzen. Dies betreffe sowohl den deutschen Diskurs als auch die politische und soziale Lage der Gastgeberländer, die für Länderspielreisen in die Auswahl kommen würden.

    Es müsse die Frage beantwortet werden, welche Werte für den DFB „unverhandelbar“ seien. Keller führt die Frauenrechte als einen dieser Werte an.

    Er habe in seiner ersten Präsidiumssitzung beim Deutschen Fußball-Bund eine Beschlussvorlage eingebracht, auf deren Grundlage der DFB keine Auswahlmannschaften mehr zu Spielen in Ländern antreten lasse, in denen Frauen nicht gleichberechtigt und frei von Diskriminierung Zugang zu Fußballstadien oder anderen Sportstätten gewährt sei. Dieser Vorschlag sei einstimmig vom DFB-Präsidium angenommen worden, schrieb der frühere Präsident des SC Freiburg.

    Neuer DFB-Präsident

    Ende September wurde Keller zum neuen Präsidenten des Deutschen Fußball-Bundes gewählt. Schon bei seinem Amtsantritt kündigte Keller als Sofortmaßnahme eine externe Generalinventur aller Bereiche des Verbandes an. So könnten sie Glaubwürdigkeit und Vertrauen zurückgewinnen, hatte er damals gesagt.

    Der 62-Jährige hat mit seiner Wahl zum DFB-Präsidenten kein leichtes Erbe angetreten: Der Deutsche Fußball-Bund fiel in den vergangenen Jahren immer wieder durch Skandale auf. Der Vertrauensverlust soll nun wiedergutgemacht werden.

    mka/gs

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    Tags:
    Frauenrechte, Deutscher Fußball-Bund (DFB)